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Bertelsmann muss sich von seinen ungarischen Medienanteilen trennen

„Bertelsmann muss sich nach einer Entscheidung der ungarischen Medienaufsicht ORTT von Beteiligungen im Print- oder Fernsehbereich des Landes trennen. Der Konzern müsse, die der österreichische STANDARD heute meldet, dem ungarischen Medienrecht zufolge entweder die zur Verlagstochter Gruner+Jahr gehörende Zeitung „Nepszabadsag“ oder Anteile an dem Fernsehsender RTL Klub verkaufen, teilte ORTT in Budapest mit. Der Verleger einer überregionalen Zeitung dürfe nicht gleichzeitig die Kontrolle über einen landesweiten Fernsehkanal ausüben. Bertelsmann, die RTL Group und G+J arbeiten eigenen Angaben zufolge bereits an einer Lösung. Die ungarische Behörde teilte weiter mit, Bertelsmann habe 180 Tage Zeit, um auf die Aufforderung zu reagieren. Der Konzern kontrolliere nach der mehrheitlichen Übernahme der RTL Group nun den ungarischen Fernsehsender RTL Klub. Bertelsmann hatte Anfang des Jahres durch einen Aktientausch mit der belgischen Holding GBL die Mehrheit an der RTL Group übernommen. „Die Situation ist uns bekannt“, sagte Bertelsmann-Sprecher Frank Sarfeld dem Standard. Der Konzern und die Bertelsmann-Töchter bemühten sich gemeinsam um eine Lösung im Einvernehmen mit der ungarischen Behörde. Durch die neue Stellung der Bertelsmann AG als Mehrheitsaktionär der RTL Group seien Anpassungen notwendig geworden, um den medienrechtlichen Anforderungen in Ungarn zu genügen, sagte G+J-Sprecher Kurt Otto. Die RTL Group ist an dem ungarischen Sender RTL Klub zu 49 Prozent beteiligt. Die Bertelsmann AG hält ihrerseits an der RTL Group 67 Prozent der Anteile. An Gruner+Jahr ist Bertelsmann zu 74,9 Prozent beteiligt. Gruner+Jahr verfügt über 67,65 Prozent der Anteile an der ungarischen Zeitung. „

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