Die Verhandlungen über eine Quote für die rund 900 Lieferanten-Gläubiger von Libro laufen noch, denn der Kreditschutzverband von 1870 (KSV) will sich mit der von Libro angebotenen gesetzlichen Mindestquote von 40 % (zahlbar binnen zwei Jahren) nicht zufrieden geben, sondern verlangt nach einem Bericht des Standard eine Quote von 50%, davon die Hälfte cash. Der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) würde sich mit 40 %, allerdings besichert mit einer Bankgarantie, zufrieden geben. Beide Gläubiger-Schutzverbände verlangen, dass die Lieferanten-Forderungen von 730 Mill. S vorgezogen werden und die Banken mit ihren Forderungen von 2,3 Mrd. S zurückstehen. Ob der Vergleich am 21. 9. im Landesgericht Wiener Neustadt angenommen wird, bleibt also offen. Bis vergangenen Mittwoch wurden laut KSV Verbindlichkeiten von 2,6 Mrd. S angemeldet. Der KSV rechnet aber mit einem Anstieg auf 3,6 bis zu den von Libro ausgewiesenen 4,1 Mrd. S.
„Wir müssen noch genauer nachdenken über die stattfindenden Veränderungen und zu besseren Lösungen finden“
Der Verleger und Autor Gunnar Cynybulk hat die Anteile seines Kanon Verlags an den Kampa Verlag verkauft. Was führte dazu und was sagt das über die Situation unabhängiger Verlage in