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Amazon stagniert

Amazon konnte im dritten Quartal und den ersten neun Monaten dieses Jahres durch Kostensenkungen zwar seine Verluste reduzieren, allerdings stieg der Umsatz im Jahresvergleich nur um 1 Mio. $ auf 639 Mio. $. Das Unternehmen erwartet für das laufende Quartal im Weihnachtsgeschäft höchstens eine Umsatzsteigerung um 10 Prozent, schlimmstenfalls Stagnation. Als Reaktion auf die gekürzten Umsatzerwartungen fiel gestern an der Wallstreet der Aktienkurs um gut 20 Prozent auf 7,53 $.
Deutschland bleibt für Amazon ein Wachstumsmarkt, da hier eine Umsatzsteigerung von 120 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal erreicht werden konnte; nach Zahlen des Marktforschungsinstitutes GfK hielt das Unternehmen im ersten Halbjahr 2001 in Deutschland einen Anteil von 3,7 Prozent am Gesamtbuchmarkt.
Amazon hat die internen Betriebskosten um 20 Prozent gesenkt (durch automatische Verpackungsanlagen, die die Durchlaufzeiten der bestellten Waren verkürzen, die Entlassung von 1.300 Beschäftigten im Februar diesen Jahres und den Verzicht auf eine Erhöhung des Werbeetats) und strebt im vierten Quartal den ersten operativen Gewinn in der Firmengeschichte an.

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