Der Schriftsteller Alfred Wellm ist am Montag dieser Woche im Alter von 74 Jahren nach langer Krankheit gestorben. Dass man es erst gestern aus der Schweriner Volkszeitung erfahren konnte, passt zum Wesen dieses Mannes, der die Stille brauchte, um dem Leben nah zu sein, von sich selbst und seinen literarischen Werkstattgeheimnissen kaum etwas preisgab.
Auch die Helden seines nicht eben umfangreichen Oevres sind die eher Leisen und Nachdenklichen. Deren Eigenwilligkeit aber konnte für Aufruhr sorgen wie im Falle des eigenbrötlerischen Lehrers Gustav Wanzka in dem Roman „Pause für Wanzka“ (Faber & Faber, dtv), der im bewegten 68er-Jahr nicht nur den Volksbildungsapparat der DDR in Wallung brachte.
Veranstaltungsidee: Büchern eine zweite Chance geben
Das Literaturhaus Berlin (Li-Be) rückt Bücher, die während des Corona-Lockdowns erschienen sind und für die es deshalb 2020 keine Veranstaltungsbühne gab, in einer Veranstaltungsreihe neu ins Rampenlicht: Bei der Aktion