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Historikerpreis an Reinhard Koselleck

Der mit 12 500 Euro dotierte Historikerpreis der Stadt Münster geht in diesem Jahr an den emeritierten Bielefelder Universitätsprofessor Reinhart Koselleck. Zur Begründung hieß es, der 79-jährige Wissenschaftler, der als bedeutendster deutscher Begriffshistoriker gelte, habe Europa an der Schwelle zur Moderne beschrieben. Koselleck habe die Sprache der Historiker erforscht und damit das Begreifen ihrer Texte erleichtert, hieß es weiter. Sichtbarer Ausdruck seiner Arbeit sei unter anderem das von ihm initiierte epochale Lexikon der geschichtlichen Grundbegriffe. Seine Veröffentlichungen zu den preußischen Reformen wertete die Preiskommission als Grundlagenwerke. Koselleck befasst sich seit Jahren auch mit dem Denkmalskult. Er erforschte die Bildersprache des öffentlichen Gedenkens. Sein Buch Der politische Totenkult interpretiert die Kriegerdenkmäler der Moderne. Die Auszeichnung wird am 18. Juli überreicht. Vor Koselleck waren die Historiker Gordon A. Craig, Thomas Nipperdey, Hans-Peter Schwarz, Jacques Le Goff und Konrad Repgen mit dem Preis der Stadt Münster bedacht worden.

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