Reiner Kunze erhält den Preis „Premia Bohemica“ für das Jahr 2004. Die Gemeinschaft der Schriftsteller Tschechiens vergibt die Auszeichnung an „ausländische Übersetzer, die sich um die tschechische Literatur besonders verdient gemacht haben“. Der Preis wird am 7. Mai 2004 im Prager Messepalast verliehen. Der Lyriker und Erzähler Reiner Kunze hat immer wieder Übertragungen aus dem Tschechischen veröffentlicht, Werke von insgesamt über 60 Autoren hat er im Laufe der Jahre übersetzt. Im Herbst 2003 erschien „Wo wir zu Hause das Salz haben“ (S. Fischer Verlag) mit Nachdichtungen aus dem Englischen, Jiddischen, Polnischen, Serbischen und hauptsächlich aus dem Tschechischen – u.a. Werke von Václav Havel, Ludvík Kundera, Milan Kundera, Jaroslav Seifert und nicht zuletzt Jan Skácel. Über Jahre hinweg waren Kunzes Übersetzungen die einzigen Veröffentlichungen dieses in der Tschechoslowakei verbotenen Dichters.
Masih Alinejad hat den Paulskirchenpreis 2026 gewonnen
Am Abend des 31. März wurde die iranische Journalistin und Frauenrechtlerin Masih Alinejad mit dem Europäischen Paulskirchenpreis für Demokratie der Stadt Frankfurt ausgezeichnet. Der Festakt fand in der Paulskirche statt, die Laudatio hielt Bundestagspräsidentin Julia Klöckner.