Im Streit um die Rechtschreibreform dringt Saarlands Bildungsminister Jürgen Schreier (CDU) auf eine Lösung. Auf der Sitzung der Kultusministerkonferenz (KMK) am 14./15. Oktober will Schreier einen Antrag zur Abstimmung bringen, der sowohl Gegner als auch Befürworter der neuen Rechtschreibung an einen Tisch bringen soll. Sein Vorstoß zielt vor allem darauf, die bisher durch KMK-Beschluss vereinbarte Stichtagsregelung (1. August 2005) für den Übergang von der alten zur neuen Schreibweise aufzuheben. „Die alte Schreibweise muss auf unbestimmte Zeit weiter gelten. Ich schlage vor, dass wir den bisherigen Beschluss der KMK in dieser Weise korrigieren“, sagte Schreier der WELT. Außerdem forderte er, dass der von der KMK beschlossene Rat für deutsche Rechtschreibung „unverzüglich eingesetzt werden und seine Arbeit aufnehmen“ solle, um Vorschläge für eine grundsätzliche Modifizierung der neuen Rechtschreibung zu erarbeiten.
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