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Wiley-VCH-Austritt aus dem Börsenverein heute auch Thema der FAZ

Dr. Manfred Antonis Ärger über die Kommunikationspolitik des Börsenvereins, über dessen Folgen wir gestern exklusiv berichteten [mehr…] ist heute auch Thema in der FAZ. „Jürgen Boos ist ein Spitzenmann, aber wenn ich am 29. 12. erfahre, daß er vom Börsenverein abgeworben wird, bedeutet das eine massive Schädigung meines Unternehmens, auf die ich reagieren muß“, wird Antoni heute von der Zeitung zitiert.

Antoni macht keinen Hehl daraus, daß ihm der Börsenverein in seiner jetzigen Struktur mißfällt. Er bevorzuge einen reinen Verlegerverband – eine Vorstellung, mit der er derzeit nicht allein steht. Der Einundfünfzigjährige ist nach Stationen bei Bertelsmann und Holtzbrinck seit acht Jahren bei Wiley-VCH tätig, im Börsenverein war er unter anderem Vorsitzender des Haushaltsausschusses.

Wiley-VCH ist einer der angesehensten naturwissenschaftlichen Fachverlage im Land und zählt mit derzeit achtzig Millionen Euro Jahresumsatz zu den größten Beitragszahlern des Börsenvereins.

„Dieser kann sich nach den Turbulenzen der jüngsten Vergangenheit solche Meldungen eigentlich nicht leisten“, meint die FAZ. „Denn der Neuanfang auf dem Direktorenposten sollte nach den zwei kurzen Amtszeiten von Lorenzo Rudolf und Volker Neumann nun möglichst glatt über die Bühne gehen. Harald Heker, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins, bedauert den Schritt Antonis ‚außerordentlich‘ – allerdings weniger, weil er einen Beitragzahler verliere, sondern wegen des ‚enormen Einsatzes, mit dem sich Herr Antoni für den Börsenverein engagiert hat‘.“

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