Der Weltverband der Zeitungsverleger ist es leid: Google, Yahoo und die anderen Netzdurchsucher profitierten von den journalistischen Inhalten der Profis, ohne dafür zu bezahlen, meinen die Zeitungsmacher. Nun will man konzertiert in Aktion treten, meldet Spiegel-online.
In einer Mitteilung der World Association of Newspapers (WAN) heißt es, die Suchmaschinen „haben ihr Geschäftsmodell zu einem großen Teil darauf aufgebaut, Inhalte kostenlos zu übernehmen“. Es sei ironisch, sagte WAN-Präsident Gavin O’Reilly, dass „diese Suchmaschinen vor allem wegen traditioneller Nachrichten- und Inhalts-Aufbereiter existieren und auf deren Kosten profitieren.“
Die französische Nachrichtenagentur AFP hat deshalb schon vor einiger Zeit gegen Google geklagt. Der automatische Nachrichtensuchdienst des Unternehmens verstoße gegen Copyright, weil er Fotos, Überschriften und Meldungen ohne Erlaubnis übernehme.
Bis auf diesen einen Versuch ist aber bislang wenig geschehen, um die Rechte der Nachrichtenproduzenten gegen die Bemühungen der Suchmaschinisten zu verteidigen. Und auch die jetzt von der WAN eingerichtete „task force“ wird sich zunächst offenbar auf Symbolpolitik beschränken – eine Klage gegen Suchmaschinenbetreiber steht, anders als von einigen Medien gemeldet, nicht im Raum.