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Rüdiger Wischenbart in Perlentaucher über die Zukunft des Buchmessegeschäfts

Anlässlich der zu Ende gegangenen Prager Buchmesse macht sich Rüdiger Wischenbart so seine Gedanken über die Buchmessegeschäfte und den Buchmarkt, der sich auch in Zeiten der Globalisiserung kaum beschleuigen lässt.

In Betrachtung der Prager Buchmesse schreibt er, dass der Buchmarkt schnell und langsam zugleich sein will. „Der Buchmarkt formt sich, selbst in globalen Zeiten, nur in kleinen Schritten: Jeweils ein Buch, ein Autor und, gewiss nicht oft genug, ein Übersetzer (oder eine Weinregion) auf einmal … und genau darin ruht auch ein gutes Stück der Kraft für die Renitenz, die Bücher ausmacht“, schreibt der ehemalige Pressesprecher der Frankfurter Buchmesse.

Und bemerkt zur Gründung einer neuen Londoner Buchmese durch die Frankfurter: „Als wir zur 50. Frankfurter Buchmesse lange nachdachten, worum es bei der Frankfurter Buchmesse eigentlich ging, kamen wir nur zu einem Kalauer, mit dem diese Veranstaltung schon lange, wenn auch nur vorsichtig für sich warb: „Alle kommen nach Frankfurt, weil alle nach Frankfurt kommen.“ Was aber, wenn nun künftig in London dieses bescheidene Prinzip durch eine Konkurrenz der Einladungen zersplittert wird? Egal welche Party gewinnt, der Konsens einer Branche ist dahin.“

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