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Ausbildungsdefizite sind (fast) die Regel

Der Ausbildungsnotstand in Deutschland führt nach Angaben des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) zu einem schleichenden Qualitätsabbau.

Azubis leisteten viele Überstunden, würden nicht richtig angelernt, seien häufig mit ausbildungsfernen Tätigkeiten betraut und würden auf diese Weise ausgenutzt, sagte DGB-Vize Ingrid Sehrbrock bei der Vorstellung des Ausbildungsreports 2006, meldet tagesschau.de. Viele Azubis sehen sich danach selbst als flexible Arbeitsreserve und als Handlanger.

Lediglich 54 Prozent der Befragten gaben an, ihr Ausbilder stehe häufig zur Verfügung. Bei jedem fünften Azubi sei dies „selten“ bis „nie“ der Fall. Da zudem Überstunden in vielen Branchen zur Regel geworden seien, werde die Zeit zum Lernen für die Auszubildenden knapp. „Weil sie froh sind, überhaupt einen Ausbildungsplatz gefunden zu haben, nehmen die Auszubildenden zunehmend schlechte Ausbildungsbedingungen in Kauf“, erklärte Sehrbrock.

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