Home > Buchhandel > Lesetipp: Bertelsmann Chef Gunter Thielen zieht Bilanz zum reinen Buchverkauf in Deutschlands Club-Geschäft: „Das kriegt man flächendeckend wohl nicht mehr hin.“

Lesetipp: Bertelsmann Chef Gunter Thielen zieht Bilanz zum reinen Buchverkauf in Deutschlands Club-Geschäft: „Das kriegt man flächendeckend wohl nicht mehr hin.“

In Kürze wird Bertelsmann-Chef Gunther Thielen die Geschäfte an seinen Nachfolger Hartmut Ostrowski übergeben [mehr…].

Der „alte“ und der neue Boss:
Dr. Gunter Thielen, Hartmut Ostrowski

Im Interview mit der dpa zieht Thielen Bilanz und wirft dabei auch einen Blick auf das Buchgeschäft.

Thielen kündigt im bei SAT+Kabel abgedruckten Gespräch an, das Sortiment in den Club Geschäften weiter zu verbreitern. Offensichtlich ist das Wachstum der Club-Filialen in Portugal und Frankreich in Deutschland nicht so einfach zu wiederholen. Dennoch will er nicht aufgeben: „Das Buchclubgeschäft gehört zu unserem Kerngeschäft.“

Die Probelmlage sieht er so: „In Deutschland ist der Buchhandel sehr stark fragmentiert. Das kriegt man flächendeckend wohl nicht mehr hin. Wir sind aber dabei, das Geschäftsmodell zu modifizieren, kundenfreundlicher zu machen. Wir müssen unseren Clubmitgliedern nicht nur das Gefühl geben, in einer Gemeinschaft zu sein. Wir müssen ihnen auch Gelegenheit geben, innerhalb dieser Community zu kommunizieren.“

Die Strategie scheint nur differenziert möglich: „Buchclubs sind ein besonderes Geschäft. Wir sind dabei, das Sortiment zu erweitern, also nicht nur Bücher zu verkaufen, sondern auch mediennahe Produkte.“

Mehr erwartet er sich von den ausländischen Märkten und im Internet. „Und wir haben noch viel Potenzial – etwa in Amerika. Die Direct Group North America ist der größte US- amerikanische Direktanbieter für Bücher, Musik und Filme, eine Einheit, die meiner Meinung nach noch längst nicht an ihre Umsatzgrenze stößt. Dort kommen übrigens schon 50 Prozent der Neukunden über das Internet.“

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