
Im Theater an der Parkaue im Berliner Bezirk Lichtenberg feierte der Bloomsbury Verlag heute Vormittag die Premiere von Daniil Charms‘ Buch „Seltsame Seiten“ mit ausgewählten Gedichten und Geschichten für Kinder.
Die Übersetzer Alexander Nitzberg und Andreas Tretner haben Daniil Charms Kindergedichte für diesen Band neu übersetzt, viele davon überhaupt zum ersten Mal. Bei der Matinee bewiesen die beiden, dass sie nicht nur etwas vom Übersetzen verstehen. Eindrucksvoll brachten sie die schönsten und witzigsten Texte des schön gestalteten Buches zu Gehör und erzählten „Wie Papa mir mal ein Frettchen schoss“, vom eigenwilligen Samowar, vom Hund Bububu und von der netten Ente.
Die Übersetzer kennen Daniil Charms genau. Das Publikum erfuhr, dass Charms (1905 – 1942) eigentlich Daniil Iwanowitsch hieß, dass er sich viele Pseudonyme zulegte, sich eigenwillig kleidete, immer eine Pfeife im Mund hatte ohne zu rauchen, und dass ihn die Kinder liebten. Aber das ist bei seinen Gedichten ja eigentlich nicht verwunderlich.
Vitali Konstantinov, der Illustrator von „Seltsame Seiten“, erzählte nicht nur von seiner Arbeit an den Federzeichnungen, er hatte auch Originalillustrationen mitgebracht. Wer sich selbst ein Bild machen möchte, Kostproben der Illustrationen gibt es unter www.pittore.deML
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