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Ernst Herhaus

Heute, am 12. März 2010, ist der Schriftsteller Ernst Herhaus in Kreuzlingen (Schweiz) im Alter von 78 Jahren gestorben.

Herhaus‘ Romandebüt „Die homburgische Hochzeit“ (1967) erhielt überwiegend positive Kritiken. Der Autor mehrerer Bücher war seit 1970 Mitglied des PEN-Zentrums der BRD und seit 1980 Gastprofessor an der Florida University.

Ohne seine Mitwirkung hätte es den inzwischen legendären Erinnerungsband Siegfried (1972) von März-Verleger Jörg Schröder wohl nie gegeben.

Schröder heute im taz-Blog in Erinnerung an seinen Co-Autor: Er hatte seine geschichte auf Band gesprochen, interhalb von zehn Tagen: „Sofort setzte sich Ernst an die Transkription der Bänder. In drei Wochen war das Manuskript fertig. Seine große Leistung war, dass er den Text – mal abgesehen von einigen Redundanzen – so aufs Papier brachte wie es erzählt worden war. Ich kann mir keinen zweiten Autor vorstellen, der so selbstlos hinter der Erzählung eines anderen zurückgetreten wäre. Für diese Haltung habe ich Ernst Herhaus bewundert und werde ihm immer dankbar bleiben.“

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