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Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und wie das iPad Literatur zensiert

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

Anton Thuswaldner über den „melancholischen“ Roman Komödie des Alterns von Michael Scharang (Suhrkamp).

Annotationen
Jens Balzer, Lambert Wiesing Outcault (Bachmann) und Jo Nesbo] Leopard (Ullstein).

Was war der Kommunismus – zwei neue Antworten auf eine alte Frage: Tariq Ali The Idea of Communism (University of Chicago Press, Seagull Books) und Gerd Koenen Was war der Kommunismus? (Vandenhoeck & Ruprecht).

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Ministerin Ilse Aigner gegen den Datenverscherbeler Facebook – sie droht, wenn sich das Unternehmen nicht an die hierzulande üblichen Datenschutzregeln hält, ihren Account zu kündigen. Naja, besser als nix.

Totengespräche zwischen Heinrich von Kleist und Ulrike Meinhof: Dagmar Leupold hat sie belauscht und ihren Roman Helligkeit der Nacht (C.H. Beck) daraus gemacht.

Suhrkamp bringt Siegfried Kracauers unvollendet gebliebenes Buch Geschichte – Vor den letzten Dingen: „eine überaus geistreiche und intellektuell vollkommen unabhängige Reflexion zum geschichtlichen Bewusstsein“, findet Rezensent Wolfgang Matz.

Ist St. Louis die heimliche Hauptstadt der deutschen Literatur? Zumindest feiert dort das germanistische Zentrum der Universität Jubiläum – das 25jährige.

Die Welt

Man glaubt es nicht, aber so ist’s: Mit Zeichnungen von Hitler (ob echt oder nicht) läßt sich viel Geld verdienen. Stefan Koldehoff über eine Auktion nächste Woche in England, auf der wieder „echte“ Zeichnungen des Diktators versteigert werden. Man muss also schon eine – sagen wir – gewisse geistige Voraussetzung haben, um da mitzutun…

Süddeutsche Zeitung

„Mit dem iPad öffnet sich der zweite digitale Graben“, titelt Bernd Graff. Wohl wahr: Für Werke der Weltliteratur gibt es für iPad-Leser nämlich auch kurze Inhaltszusammenfassungen, die allerdings ein klein bisschen zensiert sind. Wörter wie „Nigger“ (bei Joseph Conrad) oder „Sperm“ (Sperma – bei Herman Melville) sind verunstaltet oder getilgt. Doof diese iPad-Nerds: denn bei Melville sind sie damit voll ins Messer gelaufen: Was bitte ist ein „sperm whale“? Joh: ein Pottwal. Und überhaupt – ohne jetzt in die sprachlichen Einzelheiten zu gehen – Moby DICK? – Die Blogosphäre hat ihren Spaß an den dämlichen „Beschnitt“-Routinen bei Apple, also: Herzlich willkommen in der digitalen Bücherwelt! Aber vielleicht raucht das Teil ja automatisch ab, wenn die Stellen zu heiß werden. Daß der iPad schon bei ein paar Sonnenstrahlen abraucht, hatten wir ja gestern schon als „Testbericht“ vermeldet [mehr…]. Also: Besser nicht heimlich unter der Bettdecke lesen!

Übrigens: Die durchaus unterschiedlichen Pressestimmen und vor allem erste Forenberichte hat ereaderwelt.de zusammengetragen.

Christoph Schröder über Rafael YglesiasGlückliche Ehe (Klett-Cotta), ein „Buch, das ganz ohne Kitsch hält, was sein Titel verspricht“.

Neue Taschenbücher
Constantin Floros Gustav Mahler (C.H. Beck)
Anna Katharina Hahn Kürzere Tage (Suhrkamp)
Nassim Nicholas Taleb Der schwarze Schwan (dtv)
Walter Mosley Blonde Faith (Fischer TB)
Philipp Felsch Wie August Petermann den Nordpol erfand (Luchterhand)
Mia Morgowski Auf die Größe kommt es an (Rowohlt)

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