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Historiker des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr veröffentlicht im NPD-Verlag

Ein wissenschaftlicher Mitarbeiter des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr in Dresden hat sein Buch Sachsen 1945 im Verlag der NPD-Parteizeitung Deutsche Stimme veröffentlicht.

Im Museum sei es bekannt gewesen, dass der Historiker Wolfgang Fleischer an einem Buch arbeitete, nicht aber, dass es in dem NPD-Verlag erscheine, sagte Museumschef Matthias Rogg am Donnerstag und bestätigte einen Bericht der „Bild“-Zeitung. Der Vorgang werde nun überprüft. Über Konsequenzen für den Mitarbeiter könne er nichts sagen, so Rogg: „Moralisch bin ich empört.“

Vor Sachsen 1945 hat Fleischer bereits eine Vielzahl von Büchern veröffentlicht. Im „nationales Warenhaus“ genannten Online-Shop der Deutschen Stimme werden insgesamt 23 Publikationen Fleischers angeboten, darunter Das letzte Jahr der Waffen-SS, schreibt der SPIEGEL.

Zuletzt war Fleischer zudem Mitglied der von der Stadt Dresden eingesetzten Historikerkommission zu den schweren Bombenangriffen auf Dresden vom 13. bis 15. Februar 1945 war, die ihren Abschlussbericht im März 2010 vorgelegt hatte – die Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg ist auch ein Thema, dass die NPD im sächsischen Landtag bevorzugt zur Stimmungsmache einsetzt.

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