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Baltasar Garzón und Ian Gibson in Madrid

Am Freitag dieser Woche treffen in Madrid zwei Schwergewichte des öffentlichen spanischen Gewissens zusammen: der von seinem Amt beurlaubte Ermittlungsrichter Baltasar Garzón wird das neue Buch des Lorca- und Dalí-Biographen Ian Gibson vorstellen.

„La Fosa de Lorca. Crónica de un despropósito“ („Lorcas Grab. Chronik eines Trugschlusses“, Editorial Alcalá Grupo) ist ein sehr persönliches Tagebuch um die Ereignisse der Suche nach den sterblichen Überresten von Federico García Lorca im Winter 2009. Lorca war in der Nacht des 19. August 1936, ein Monat nach Beginn des Bürgerkrieges, in der Nähe seiner Heimatstadt Granada von den Faschisten ermordet worden.

Garzón und Gibson gelten in Spanien als zwei populäre und respektierte Stimmen in der Aufarbeitung der Geschichte des Spanischen Bürgerkrieges und die Terrorherrschaft des Diktators Franco.

Garzóns Suspendierung im Mai dieses Jahres war nicht nur in Spanien, sondern auch auf internationaler Ebene mit Erstaunen bis Entsetzen registriert worden. Seitdem ist der Richter nicht mehr öffentlich aufgetreten, dementsprechend hoch ist das Interesse an der Veranstaltung. Baltasar Garzón war 2009 der Hermann-Kesten-Preis des PEN-Zentrums Deutschland für seine Verdienste um die Menschenrechte verliehen worden.

Die Buchpräsentation findet am Freitag, den 17. Dezember 2010 um 18:00 Uhr in der Buchhandlung La Central im Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía statt (Ronda de Atocha, 2 – Madrid).

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