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Wie war Ihr Jahr, Marion Winkenbach?

Marion Winkenbach

Seit dem Nikolaustag und noch bis zum 6. Januar (Heilige Drei Könige) fragen wir täglich noch bis zum 6. Januar (Heilige Drei Könige) Buch-Menschen: „Wie war Ihr Jahr?“. Heute beantwortet Marion Winkenbach (Foto), verlegerische Geschäftsführerin vom Bibliographischen Institut, unseren „anderen“ Fragebogen.

1

Welcher Tag war Ihr schönster in diesem Jahr?
Das war der 16. August, denn ich hatte das Glück im Spätsommer bei einer Kilimanjaro-Expedition mit Andy Holzer, dem bekannten blinden Bergsteiger, dabei zu sein. Zum Sonnenaufgang an diesem Tag erreichten wir den Gipfel. Diese Tage waren sicher die spannendsten und eindrücklichsten in diesem Jahr.

2

Worüber haben Sie sich 2010 am meisten geärgert?
Dass mein guter Vorsatz, mich in bestimmten Situationen nicht mehr zu ärgern, nicht immer geklappt hat.

3

Was war 2010 Ihr schönster Erfolg?
Nach zwei extrem schwierigen Jahren haben wir es geschafft, dem Bibliographischen Institut wieder eine neue Struktur zu geben und den Verlag dadurch für die Zukunft fit zu machen.

4

Und Ihr traurigster Misserfolg war…?
Die Wette zu den Absatzzahlen des Guiness Buches verloren zu haben – wir liegen zum Jahresende noch wesentlich besser.

5

Ihre schönste Buchhandlung/Ihr liebster Verlag in diesem Jahr?
International die Jugendstilbuchhandlung Lello und Imão in Porto, regional die Buchhandlung Bücher Bender in Mannheim.

6

Von welchem Thema wollen Sie (warum) im neuen Jahr nichts mehr lesen?
Von manchen Menschen und Geschichten in Freiheit, dem neuen Buch von Jonathan Franzen.

7

Und über welches Thema wollen Sie mehr lesen?
Von anderen Menschen und Geschichten in Freiheit – ich bin noch mittendrin.

8

Welchen Fehler aus diesem Jahr möchten Sie im kommenden Jahr vermeiden?
Zu wenig Zeit zu haben für Familie, Freunde, Bücher und Kino.

9

Und welchen Fehler werden Sie trotzdem wiederholen?
Ein Blick auf die Terminlage für 2011 lässt mich an meinen guten Vorsätzen von oben zweifeln.

10

Welches Buch hat Ihnen in diesem Jahr besonders viel Freude gemacht?
Natürlich auch bedingt durch meine Reise zum Kilimanjaro habe ich das neue Buch Balanceakt von Andy Holzer mit Begeisterung gelesen. Wie ein von Geburt an blinder Mann so sicher und souverän die steilsten Gipfel erklimmt, ist beeindruckend. Ich hatte das Glück, ihn jetzt auch noch persönlich kennen zu lernen und muss sagen, er ist eine absolut faszinierende Persönlichkeit. Das Buch kann ich jedem empfehlen, auch wenn er oder sie nichts vom Bergsteigen hält.

11

Welches wird Ihr wichtigstes Buch im neuen Jahr?
Allen voran unser klassischer universaler Helfer in allen Wortfragen, das große Duden Universalwörterbuch. Und ganz neu aus dem Reich der skurrilen Phantasie und nicht nur jungen Lesern sehr zu empfehlen der dritte Band von Mr Gum, übersetzt von Harry Rowohlt.

12

Von wem würden Sie auch gern mal die Antworten auf diesen Fragebogen lesen?
Von Polly, der tollen Gegenspielerin von Mr Gum.

Zum vorigen Beitrag [mehr…]. Morgen antwortet Claudia Baumhöver

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