„Die Buchbranche hat die Wirtschafts- und Finanzkrise der vergangenen zwei Jahre gut bewältigt, sagte Messedirektor Oliver Zille heute in Berlin. Traditionell stellt die Leipziger Buchmesse zwei Wochen vor Beginn der Bücherschau ihr Programm im Büro des Börsenvereins vor.
Nach zwei mageren Jahren habe die Buchmesse in diesem Jahr bei Ausstellern und Fläche deutlich zulegen können, so Zille. 2.150 Aussteller (2010: 2.071) aus 35 Ländern präsentieren sich auf 67.000 Quadratmetern. Besonders bei den jungen unabhängigen Verlagen sei erneut ein Run auf die Leipziger Buchmesse zu verzeichnen.

Auf der Leseinsel der Jungen Verlage in Halle 5 nutzen 27 Verlage die Gelegenheit neue Kundenkontakte zu knüpfen. Zu den Neuausstellern gehören unter anderem die edition korrespondenzen, der Elfenbein Verlag, die Frankfurter Verlagsanstalt, Hablizel, der kunstanstifter Verlag, Orange Press, P. Kirchheim, Secession sowie weissbooks. Wieder dabei sei auch eine Reihe von Ratgeber- und Zeitschriftenverlagen, die in den vergangenen Jahren pausiert hatten.
„Neben den Wachstumsbereichen Bildung und bei jungen unabhängigen Verlagen ist auch die Beteiligung der Länder Mittel- und Osteuropas [mehr…] stabil. Die Leipziger Buchmesse bestätigt ihre Rolle als wichtiger Impulsgeber auf dem Buchmarkt, sowohl für die Independents als auch für die Konzernverlage“, so Zille.
Zum Thema „Elektronische Medien“ gibt es einen Flyer Leipziger Buchmesse digital, der die wichtigsten Aussteller-Angebote und die interessantesten Veranstaltungen zu digitalen Themen bündelt. Neu ist beispielsweise das Digitale Wohnzimmer in der Messehalle 5 indem sich u.a. Onlineportale präsentieren.
Das Buchmesse parallel stattfindende Lesefest „Leipzig liest“ feiert sein 20-jähriges Jubiläum. Die Besucher können sich auf mehr als 2.000 Veranstaltungen und rund 1.500 Autoren an mehr als 300 Veranstaltungsorten auf dem Messegelände sowie in der Leipziger Innenstadt freuen.
Erstmals reisen die Schweizer Independents (SWIPS) als Gruppe ins Ausland, um sich auf internationaler Bühne zu präsentieren. Auch der Literatur aus Island, dem Gastland der Frankfurter Buchmesse, wird in Leipzig viel Platz eingeräumt. Halldór Guðmundsson, Direktor von „Sagenhaftes Island“, stellt im Rahmen des von den Botschaften und Kulturinstituten der Länder Island, Norwegen, Dänemark, Schweden und Finnland organisierten „Nordischen Forums“ isländische Starautoren vor.
Auch das Berliner Zimmer feiert 20jähriges Jubiläum und präsentiert einige Neuerungen.
Im Jubiläumsjahr stehen 27 Veranstaltungen auf dem Programm. Darunter sind erstmalig drei Veranstaltungen, bei denen es vorrangig um Vernetzung und Erfahrungsaustausch geht.
So ist am Messedonnerstag ab 17:30 Uhr die Social-Media-Gemeinde der Branche eingeladen, sich im realen Leben kennenzulernen. Aber auch Buchhändler, die bisher nicht bei Facebook und anderen Netzwerken aktiv sind, sind herzlich willkommen. Ihnen biete die Veranstaltung Gelegenheit, sich über die Möglichkeiten im Netz zu informieren, wie Detlef Bluhm, der Geschäftsführer des Berliner Landesverbands, am Rande der Pressekonferenz betonte.
Unter dem Motto „Echt & Gut“ lädt das Berliner Zimmer am Freitag um 17:30 Uhr unabhängige Buchhandlungen zum Erfahrungsaustausch über die Image-Kampagne unabhängiger Buchhandlungen ein. Und am Samstag wird im Berliner Zimmer ab 17:00 Uhr gefeiert. Nach einer lukullischen Buchpräsentation von Denis Scheck und Eva Gritzmann, die ihre Neuerscheinung Sie & Er – Der kleine Unterschied beim Essen und Trinken(Bloomsbury Berlin) vorstellen, wird auf 20 Jahre Berliner Zimmer und 20 Jahre Leipzig liest angestoßen.
Wie Thomas Geiger vom Literarischen Colloquium Berlin (LCB) auf der Pressekonferenz betonte, widmet sich das von der Messe und dem LCB organisierte Autorenspecial dem Thema „Zu Hause in der Fremde – Versuche zur Integration“. Sechs europäische Autoren – Melinda Nadj Abonji (Schweiz, Deutscher Buchpreis 2010), Sreten Ugričić (Serbien), Nataša Dragnić (Deutschland), Aris Fioretos (Schweden), Györgi Dragomán (Ungarn) und Doron Rabinovici (Österreich) – wurden eingeladen, je einen Essay über das Leben fern der Heimat zu verfassen und erstmals im Café Europa in der Halle 4 vorzutragen.
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