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Kulturstaatsministerin Monika Grütters zu Amazon

Marktmacht und das Beherrschen zentraler Vertriebswege dürften kulturelle Vielfalt nicht gefährden, erklärt Monika Grütters in einer Pressemitteilung. Die Kulturstaatsministerin begrüßt damit das Anliegen des Offenen Briefes deutscher Autoren [mehr…] an Amazon, der das Verhalten des Konzerns bei den laufenden Verhandlungen über Rabatte auf E-Books kritisiert.

„Gerade dort, wo – wie bei Büchern – Wirtschaftsgüter zugleich auch Kulturgut sind, muss besonders verantwortungsvoll gehandelt werden“, so Grütters. „Wenn Titel aus Empfehlungslisten gestrichen und Lieferungen verzögert werden, um Rabattforderungen gegenüber Verlagen durchzusetzen, ist dies völlig inakzeptabel.“

Der Streit Amazons mit den Verlagen dürfe nicht auf dem Rücken der Autorinnen und Autoren und nicht zuletzt auch zulasten der Leserinnen und Leser ausgetragen werden, so Grütters. „Kulturpolitisch ist das nicht hinnehmbar!“

Monika Grütters sagte weiter: „Die Vielfalt auf dem deutschen Buchmarkt und der freie Zugang zu Büchern sind existentiell für unser gesellschaftliches Selbstverständnis – sie dürfen nicht durch marktmächtige Unternehmen beschränkt werden. Deshalb stützen wir die Garanten dieser Vielfalt, die inhabergeführten Buchhandlungen, kleine und mittlere Verlage, für die stabile Rahmenbedingungen und ein fairer Wettbewerb unerlässlich sind. Hier sind neben der Politik aber auch die Verbraucher gefragt, die durch ihr Kaufverhalten weiterhin zum Erhalt der Buchhandlungen vor Ort beitragen können. Literatur, Bücher, Verlage – sie sind ein Fundament unseres kulturellen Lebens. Das kann man nicht rein marktwirtschaftlichen Prinzipien unterwerfen, sondern ein angemessener Umgang mit diesen Werten hat auch eine ethische Dimension. Das gilt für alle Akteure – auch für Amazon.“

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