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Tino Uhlemann verlässt Piper

Tino Uhlemann

Heute früh hat Tino Uhlemann seinen Kollegen bei Piper mitgeteilt, dass er aus persönlichen Gründen das Unternehmen verlassen werde. Obwohl sich das am Wochenende im Kreise der Piper-Vertreter wohl schon herumgesprochen hatte, waren sie sichtlich geschockt von seinem Entschluss, denn noch auf der Buchmesse hatten sie „gespürt, mit wieviel Herzblut und Leidenschaft er für Piper die Verhandlungen geführt hatte“, wie einer uns sagt.

Uhlemann mag derzeit „das nicht kommentieren“, was Raum für Spekulationen lässt, was den Sprecher der AG Taschenbuch zu diesem überrraschenden Schriit bewogen haben mag: Der 48jährige Vertriebsmann gilt als erstklassiger Kenner des Marktes und ist zudem einer der wenigen bundesdeutschen Vertriebschefs, der (geprägt noch von der Ausbildung durch Lutz Kettmann bei Rowohlt), alle drei großen deutschen Verlagsgruppen von innen kennt – aber auch unabhängige Unternehmen wie Hoffmann und Campe, seine erste Vertriebsleiter-Station. Danach hat er bei Heyne Ullstein List und Random House gearbeitet, bevor er 2008 die Leitung des Vertriebs bei Piper [mehr…] übernahm und in dieser Zeit mit seinem Team auch die Zuwächse durch Pendo, Westend, Malik-National Geographic TB, Berlin und National Geographic stemmte.

Er gilt als bestens vernetzt nicht nur bei den Großkunden, sondern auch im mittelständischen Buchhandel (hierfür spricht auch sein Engagement für die Buy-Local-Idee), und er gilt als Teamplayer: Er baute ein Team von Kundenmanagern auf und brachte diese Neuorganisation mit den freien Handelsvertretern in Einklang, sorgte zugleich für eine Neuaufstellung des Vertriebs und Verkaufs für digitale Produkte (E-Books, Audio-Downloads).

Im Januar dieses Jahres hat er nicht nur die Funktion des Sprechers der AG Taschenbuch im Börsenverein übernommen [mehr…], sondern ist auch seit 2009 Referent für das Goethe Institut und oft am Mediacampus in Frankfurt zu Gast.

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