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Ilse Aichinger

Die österreichische Schriftstellerin Ilse Aichinger ist tot. Sie starb im Alter von 95 heute in Wien, bestätigt der S. Fischer Verlag. Mit dem Roman Die größere Hoffnung wurde sie 1948 schlagartig bekannt. Sie gehörte zu den wichtigsten Stimmen in der österreichischen Nachkriegsliteratur. U.a. wurde sie mit dem Nelly-Sachs-Preis, dem Georg-Trakl-Preis sowie dem Kafka-Preis ausgezeichnet.

Aichinger stammte aus einer jüdischen Familie. Die Trennung von ihrer Zwillingsschwester, die mit einem der letzten Kindertransporte nach England geschickt wurde. erlebt sie als Trauma. Sie selbst überlebte die Nazizeit mit ihrer Mutter in einem Versteck nahe der Gestapo-Zentrale in ihrer Geburtsstadt Wien. Nach dem Krieg studierte sie zuerst Medizin, brach das Studium aber ab. In den 50er Jahren wurde sie wiederholt zu Treffen der Gruppe 47 eingeladen und erhielt 1952 für die Erzählung Spiegelgeschichte die Auszeichnung der Gruppe.

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