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Egon Ammann

Egon Ammann

Der Verleger Egon Ammann ist am 9. August 2017 im Alter von 75 Jahren in Berlin gestorben.

Ammann hat in seiner „Dienstzeit“ in Zürich ein einzigartiges literarisches Programm vorgelegt. Gegründet hat er seinen Verlag (gemeinsam mit seiner Frau Marie-Luise Flammersfeld) 1981 mit „wenig Geld und großen Visionen“ – für Thomas Hürlimann, dessen Die Tessinerin einfach zu gut war, um nicht gedruckt zu werden.

Mit seinem Verlag nahm er große Editionen in Angriff: Er brachte z.B. Fernando Pessoa und Ossip Mandelstam dem deutschen Leser näher, ließ die großen Dostojewskij-Romane durch Swetlana Geier neu übersetzen, entdeckte zahlreiche neue Autoren. Ammann schloss seinen Verlag 2010 so konsequent, wie er ihn eröffnet hatte: Er sah einfach keinen geeigneten Nachfolger, der sein Lebenswerk in seinem Sinn hätte weiterführen können.

Ammann war eng mit den S. Fischer Verlagen verbunden. Zum einen hatte Fischer den Vertrieb für die Ammann-Bücher übernommen. Zum anderen bestand eine enge programmatische Zusammenarbeit durch Taschenbuchlizenzen, die nach 2010 in die Fortsetzung von großen Ammann-Projekten bei Fischer mündete. Bis zuletzt war Egon Ammann Mitglied des Kuratoriums der S. Fischer Stiftung.

 

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