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Luchs-Preis geht im November an Jason Reynolds

Jason Reynolds (c) Dana Roc

Der LUCHS-Preis November geht an Jason Reynolds für sein Buch Ghost. Jede Menge Leben, erschienen bei dtv, Reihe Hanser, übersetzt von Anja Hansen-Schmidt und empfohlen für Jugendliche ab zwölf Jahren.

Jeden Monat vergeben DIE ZEIT und Radio Bremen den LUCHS-Preis für Kinder- und Jugendliteratur. Aus den zwölf Monatssiegern wird der Jahres-LUCHS gewählt. Radio Bremen stellt das Buch und den aktuellen Preisträger vor: am Donnerstag, 15. November 2018, um 15.10 Uhr auf Bremen Zwei und am Sonnabend, 17. November 2018, um 14.40 Uhr auf COSMO. Das Gespräch zum Buch wird online abrufbar sein unter: www.radiobremen.de/luchs.

Die Jury bilden Brigitte Jakobeit, Übersetzerin, Maria Linsmann, Kunsthistorikerin, und Anja Robert, Redakteurin bei Radio Bremen. Den Vorsitz hat Katrin Hörnlein, die bei der ZEIT das Ressort Junge Leser und die Kinder- und Jugendliteratur verantwortet.

„Die Geschichte von der ‚Chancengleichheit‘ ist ein ebenso verlogenes Märchen wie die Mär von der colorblindness“, schreibt ZEIT-Redakteur Christian Staas. „Ghost erzählt mitten aus dem afroamerikanischen Alltag heraus. Es ist kein Buch, das große Reflexionen anstellt über Hautfarbe und Identität; es erhebt keine Anklage, erzählt nicht von weißen Tätern und schwarzen Opfern und vom Gift des Rassenwahns. Das heißt: doch. Es handelt auch von alldem, aber kaum jemals in expliziter Weise.“ Einzigartig sei der ganz eigene Sound von Jason Reynolds: „Seine Prosa groovt, ist von einem assoziativen, melodischen flow“ und auch über „ein wenig formelhafte Passagen trägt der ruppig-zarte Ton der Ich-Erzählung mit Leichtigkeit hinweg. An keiner Stelle geht Reynolds die Puste aus: Ghost ist ein regelrechter Sprint von einem Roman“.

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