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Friedrich-Hölderlin-Preis geht an Anke Stelling

Anke Stelling erhält den mit 20.000 Euro dotierten Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg. In der Begründung der Jury heißt es: „Anke Stellings Prosa analysiert auf hoch sensible Weise die Mittelstandsgesellschaft der Gegenwart. Ihre jüngsten Romane Bodentiefe Fenster, Fürsorge und Schäfchen im Trockenen bilden zusammengenommen eine Trilogie moderner Gemeinschaft. Mit soziologischer Präzision stellt Anke Stelling dar, wie und mit welchen Konsequenzen heutige Bürgerlichkeit von den antibürgerlichen Werten der 68er infiziert worden ist: von dem Wunsch nach Selbstverwirklichung, lustvollem Konsum und Kreativität.“
Der Oberbürgermeister der Stadt Bad Homburg Alexander Hetjes wird den Preis am Sonntag, dem 9. Juni, in der Schlosskirche im Schloss Bad Homburg überreichen. Für ihren jüngsten Roman, Schäfchen im Trockenen, der wie die anderen im Verbrecher Verlag erschienen ist, hat Anke Stelling bereits den Preis der Leipziger Buchmesse erhalten. Er ist in 6. Auflage lieferbar.

Den mit 7.500 Euro dotierten Förderpreis erhält Eckhart Nickel. Die Jury: „Eckhart Nickel hat mit seinem Romandebüt Hysteria das Buch zum Anthropozän geschrieben. Dass etwas faul ist in diesem Staate Landlust der näheren Zukunft, markiert schon der erste Satz dieser so eleganten wie durchtriebenen Prosa: ‚Mit den Himbeeren stimmte etwas nicht‘. Eckhart Nickels Text, der den Weg vom Ökomarkt ins Hightechlabor nachzeichnet, verknüpft dabei überaus anspielungsreich und mit abgründigem Humor den Biowahn unserer Zeit mit der schwarzen Romantik. Mit den Mitteln der Literatur stellt er unsere von Paranoia und Verschwörungstheorien durchsetzte Gegenwart aufs Unheimlichste wie aufs Vergnüglichste scharf.“ Hysteria ist bei Piper erschienen.

 

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