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Umgeblättert heute: „Zeit des Geschmacksverlustes“

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:

 

  • „Welch ein Abendrot“: Eine „fulminante Darstellung der deutschsprachigen Literatur zwischen 1830 und 1870“. „Peter Sprengel ist hier die gültige Darstellung der Epoche gelungen. Mit einer gewissen Wehmut legt man das Buch aus der Hand. Mit diesem und dem noch ausstehenden Band der Beck-Literaturgeschichte geht auch eine Epoche zu Ende, die der groß angelegten Geschichtsschreibung der deutschsprachigen Literatur.“
    Peter Sprengel, Geschichte der deutschsprachigen Literatur 1830-1870. Vormärz-Nachmärz (C.H. Beck)
  • „Leiser Knacks“: Meg Wolitzers Das ist dein Leben von 1989 in deutscher Übersetzung. „Der Roman erzählt ausführlich vom Innenleben dreier Frauen und dem verflicten Familienkleister, mit dem die zwei Töchter Erica und Opal und ihre Mutter Dottie miteinander verpappt sind und der sie dazu verdammt, irgendwie miteinander durchs Leben zu kommen.“
    Meg Wolitzer, Das ist dein Leben (DuMont)

  • „Auf der Geisterbahn“: Sibylle Lewitscharoff und Heiko Michael Hartmann setzen die Tradition des literarischen Totengesprächs fort. „Insgesamt hat dieses Buch, das man nur löffelweise einnehmen kann, einen merkwürdigen Geschmack – den Geschmack der Zeit, in der wir uns jetzt befinden, die ja eine Zeit des Geschmacksverlustes, eine Distanzierung vom Körperlichen darstellt, eine Zeit der Trennung von Seele und Leib.“
    Sibylle Lewitscharoff, Heiko Michael Hartmann, Warten auf. Gericht und Erlösung: Poetischer Streit im Jenseits (Herder)
  • „Kafkaesker Konsul“: Ernst Krenek als Schriftsteller wiederentdeckt. Die Neuausgabe bietet sowohl die deutsche wie die englische Fassung: „Das ist philologisch reizvoll und erhöht die Chance auf breitere Wahrnehmung, die dem Buch schon deshalb zu wünschen ist, weil es bei der verdienten Edition Memoria erscheint, die es sich zur Aufgabe gesetzt hat, an im Nationalsozialismus verfemte und dadurch vergessene Künstler zu erinnern.“
    Ernst Krenek, Die drei Mäntel des Anton K. / The Three Overcoats of Anton K (Edition Memoria)
  • „Weisen Saturn und Jupiter das Jahr?“: Karl-Heinz Göttert schreibt eine sehr christlich-deutsche Geschichte des Weihnachtsfestes.
    Karl-Heinz Göttert, Weihnachten. Biographie eines Festes (Reclam)

  • heute nichts
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