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Bestenliste: Die Sachbücher des Monats Juni 2026

Die Medienunternehmen Die Welt, Radio 3 RBB, Neue Zürcher Zeitung und ORF-Radio Österreich 1 stellen monatlich die „Sachbücher des Monats“ zusammen. Dieses Mal dabei:

1. Katja Hoyer: Weimar. Glanz und Grauen der deutschen Geschichte. Übersetzt von Norbert Juraschitz, Henning Dedekind und Marlene Fleißig, Verlag Hoffmann & Campe, 592 Seiten, € 28,00

2. Jan-Werner Müller: Straße, Platz, Palast. Zur Architektur demokratischer Räume. Übersetzt von Michael Bischoff, Suhrkamp Verlag (es), 263 Seiten, € 24,00

3. Arnd Henze: Mit Gott gegen die Demokratie. Warum der christliche Nationalismus alle angeht, Gütersloher Verlagshaus, 224 Seiten, € 20,00

4. -5. Sarah M.S. Pearsall: Freiheit. Eine neue Geschichte der amerikanischen Revolution. Übersetzt von Andreas Wirthensohn, Verlag Rowohlt Berlin, 494 Seiten, € 34,00
Ethan Taubes: Der verlorene Vater. Erinnerungen an Jacob Taubes. Vorwort: Aleida Assmann, übersetzt von Herbert Kopp-Oberstebrink, Verlag Matthes & Seitz Berlin, 330 Seiten, € 28,00

6. Catherine Nixey: Ketzer. Jesus Christus und die andren Söhne Gottes. Übersetzt von Cornelius Hartz, Deutsche Verlags-Anstalt, 432 Seiten, € 28,00

7. Mikhail Zygar: Die Zukunft, die nie kam. Wie der Zerfall der Sowjetunion bis heute nachwirkt. Übersetzt von Norbert Juraschitz, Aufbau Verlag, 829 Seiten, € 36,00

8. Raimund Schulz: Odysseus. Mythos und Wahrheit, Verlag Klett-Cotta, 315 Seiten, € 25,00

9. Jonathan Haidt: Die Macht der Moral. Warum Politik und Weltanschauungen unsere Gesellschaft spalten. Übersetzt von Jorunn Wissmann und Monika Niehaus, Rowohlt Verlag, 480 Seiten, € 28,00

10. Albrecht Koschorke: Souveränität der Vernunft. Die kulturellen Anfänge des Liberalismus, Suhrkamp Verlag (stw), 168 Seiten, € 20,00

    Besondere Empfehlung des Monats Juni: Prof. Dr. Helwig Schmidt-Glintzer (Sinologe und Publizist, EuroAsia-Institut Nürnberg): Volker Reinhardt, Rousseau. Auf der Suche nach der verlorenen Natur. C.H.Beck Verlag 436 Seiten, € 34,00

    Volker Reinhardt erklärt die konstitutiven Ideen Rousseaus zu Politik, Pädagogik und zum Verhältnis von Zivilisation und Natur aus den Widersprüchen seiner Zeit und aus seiner persönlichen Zerrissenheit. Dadurch wird die Zeitgebundenheit der Fundamente des modernen Europas wie unter einem Brennglas deutlich, etwa im Konzept des Gemeinwillens, der volonté générale, der für Rousseau etwas anderes ist als der empirische Wille einer Mehrheit. Reinhardt zeigt eindrucksvoll, wie Rousseau der Welt die von ihm diagnostizierten katastrophalen Irrwege und Irrtümer vor Augen führt, sich selbst als Wegweiser in eine bessere soziale und politische Zukunft versteht und dabei eine neue Form der Selbstverknotung der europäischen Gesellschaften begründet, die uns bis heute umtreibt. (Helwig Schmidt-Glintzer)

    Die Jury: Tobias Becker, Der Spiegel; Natascha Freundel, radio 3 vom rbb; Dr. Eike Gebhardt, Berlin; Knud von Harbou, Feldafing; Prof. Jochen Hörisch, Unversität Mannheim; Günter Kaindlstorfer, Wien; Dr. Otto Kallscheuer, Sassari, Italien; Petra Kammann, FeuilletonFrankfurt; Jörg-Dieter Kogel, Bremen; Dr. Wilhelm Krull, Hamburg; Marianna Lieder, Berlin; Lukas Meyer-Blankenburg, Redaktion Das Wissen, SWR; Gerlinde Pölsler, Der Falter, Wien; Marc Reichwein, DIE WELT; Thomas Ribi, Neue Zürcher Zeitung; Prof. Dr. Sandra Richter, Deutsches Literaturarchiv Marbach am Neckar; Wolfgang Ritschl, ORF Wien; Florian Rötzer, krass-und-konkret, München; Norbert Seitz, Berlin; Mag. Anne-Catherine Simon, Die Presse, Wien; Prof. Dr. Philipp Theisohn, Universität Zürich; Dr. Andreas Wang, Berlin; Prof. Dr. Harro Zimmermann, Bremen; Stefan Zweifel, Zürich.

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