Gestiegene Material- und Herstellungskosten, sinkende Margen und eine rückläufige Buchnachfrage setzen unabhängige Verlage unter Druck. Auch der Wiener Sachbuch- und Ratgeberverlag Goldegg ist nach wirtschaftlich schwierigen Jahren in einen Liquiditätsengpass geraten. Das Handelsgericht Wien hat am 3. November ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet. Ziel ist die Fortführung des Verlags und der Erhalt aller 15 Arbeitsplätze.
„Im gesamten DACH-Raum wird der wirtschaftliche Spielraum für mittelständische Verlage laufend enger. Deshalb haben wir bereits in den vergangenen Monaten Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet. Obwohl diese Maßnahmen auch schon zu greifen begonnen haben, war das Sanierungsverfahren leider nicht mehr vermeidbar. Wir arbeiten mit voller Kraft daran, Goldegg als persönlich geführten Verlag zu erhalten“, erklärt Geschäftsführer Elmar Weixlbaumer.
Der seit 25 Jahren bestehende Goldegg Verlag mit Sitz in Wien und Berlin veröffentlicht regelmäßig Sachbücher und Ratgeber auf den Bestsellerlisten in Österreich wie in Deutschland. Derzeit sind rund 700 Titel und zahlreiche, teils prominente Autorinnen und Autoren von Goldegg am Buchmarkt vertreten. An den Standorten Wien und Berin sind 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.
Informationen zum aktuellen Stand veröffentlicht der Verlag laufend auf seiner Website www.goldegg-verlag.com