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Der Messe-Mayer Frankfurt 2026: Samstag, Tag 5 von 6

LIEBE FREUNDE,

Nieselregen fisselt in der Luft, aber ein Regenbogen kündigt an, dass über der Wolkendecke schon das Kaiserwetter wartet.

Ein Regenbogen ist mehrere Wetter gleichzeitig.

Und ein MVB ist mehrere Gesichter gleichzeitig:

alte Gimmicks, die ich immer im Koffer habe

Es ist Samstag, es ist der vorletzte Messetag, und die Besucherströme waren erwartbar drall. Aber auch mit Samstagsmassen bewährte sich die Wegführung und Strömelenkung.

Apropos bewährt:

Da ist die Jule!

Zum ersten Mal war Jule Wenzel vor vier Jahren dabei, weil Ihr Schulpraktikum in meine Messezeit fiel. Das war die Messe mit Slowenien und 22 Bahnen, und Jule Wenzel war jeden Tag mit dabei. Das aber hat ihr so gut gefallen, dass sie im nächsten Jahr wieder mitwollte – und seitdem auf jeder Frankfurtmesse dabei war.

Und nicht nur dabei: Jule ist in den geistesgegenwärtigen Gebrauch meiner Kamera hineingewachsen, merkt sich Standnummern und erklickert aus Ihrem smarten Flachglastelefon alle Antworten heraus, die ich sie jemals erfrage, von Standnummer bis Gleisnummer. Und die Branche hat sie ins Herz geschlossen,

Inzwischen ist aber auch Jule vier Jahre weiter und studiert, aber den Schluss der Messe will sie sich am Wochenende doch geben und begleitet mich heute und morgen.

Wie wir alle.

VIERTES INTERVIEW DIESER MESSE: DR. MANFRED LÜTZ

Der prominente Psychiater und Theologe Dr. Manfred Lütz brachte 2009 sein Buch Irre – wir behandeln die Falschen heraus. Seitdem ist er gesuchter Interviewpartner und Talkshowgast, und er ließ weitere Bücher über Gott und die gestörte Welt folgen. Anlässlich des neuen Bestsellers Churchills Augen, Kösel-Verlag, nimmt er die Leser wieder mit auf eine neue Rundreise durch Geschichten, Anekdoten und Erklärungen aus der Welt der psychischen Erkrankungen.

Als er meine Ohren sieht, beginnt er gleich, mich zu roasten und mir Diagnosen anzubieten, weil er glaubt, ich hielte mich für einen Hasen.

Churchill ist der Basset.

BuchMarkt: Offensichtlich haben sie noch nie einen Hasen gesehen.

Manfred Lütz: Doch, im Scheinwerferlicht manchmal, wenn ihr Hasen immer so schnell weglauft. Für einen Hasen haben Sie natürlich viel zu kurze Ohren, Sie könnten höchstens als Kaninchen durchgehen.

Diese Öhrchen helfen bei meiner Wiedererkennbarkeit, das ist nützlich als Journalist.

Und wahrscheinlich tragen Sie die auch, um verklemmte Autoren locker zu machen. Denn Autoren sind ja Leute, die eigentlich kommunikationsgestört sind und sich deswegen für Kommunikation bezahlen lassen.

Nimmt die Neurodiversität zu, weil wir verrücktere Zeiten haben oder weil wir bessere Instrumente haben?

Das weiß ich nicht genau. Ich glaube jedenfalls, dass wir im Moment über die sozialen Medien einfach mehr wahrnehmen. Da bilden sich immer wieder eigene Blasen besonderer Menschen, die sich dann gegenseitig bestärken und dann macht wieder irgendeine menschliche Absonderlichkeit von sich Reden, die es angeblich ganz häufig gibt.

Ist es die Suche nach einer einfachen Erklärung, wenn wir für Putin und Trump lieber eine Diagnose stellen als damit zurechtzukommen, dass das gesunde Menschen sind.

Ich finde es vor allem eine Verharmlosung, da Diagnosen zu stellen. Trump hat keine Störung. Jemand, der zweimal die Präsidentschaftswahlen in Amerika gewinnt, kann keine Störung haben. Jemand, der eine narzisstische Persönlichkeitsstörung hat, der hat ein schwaches Selbstbewusstsein und braucht deswegen dauernd Beifall, ist dazu noch krankhaft neidisch und rachsüchtig. Irgendwann hat der dann keine Freunde mehr, weil die es satt sind, ihn immer zu beklatschen und dann kommt er in Therapie. Donald Trump ist zwar auch extrem geltungsbedürftig, neidisch und rachsüchtig, aber damit hat er großen Erfolg und ziemlich viele Freunde. Der Mann ist offensichtlich von seinem Vater dressiert worden, Ziel im Leben müssten Erfolg und Geld sein. Und dafür dürfe man alles tun. Moral sei Schwäche. Trump ist böse, nicht gestört.

Das ist eigentlich nur ein Beispiel für gelungene Erziehung.

Allerdings zu Lasten der Menschheit.

Und trotzdem reden wir hier jetzt schon viel länger über Trump als über meine Ohren.

Ja, aber das ist ja Ihr Problem, dass sie dauernd dadurch, dass sie diese Ohren tragen, auf sich selber aufmerksam machen wollen, dauernd um sich selbst und Ihre eigenen Ohren kreisen. Dadurch werden Sie natürlich auf Dauer sehr einsam, wenn Sie immer nur nach Leuten Ausschau halten, die auch solche Ohren haben. Da gibt es aber nicht so viele. Und dann wird man zu so einer nicht mehr fortpflanzungsfähigen Art, die ausstirbt. Das ist sehr, sehr traurig.

Das berührt ja den Bereich, dass ein seelisches Problem nicht zwangsläufig auch eine Krankheit ist.

Können Sie im Interview darauf hinweisen, dass Sie jetzt rot angelaufen sind vor Scham?

Jetzt, wo Sie es sagen, muss ich es auch einbauen.

Ganz im Ernst: Ein seelisches Problem ist noch lange keine Krankheit. Und eigentlich müssten die Krankenkassen erstmal entscheiden, ob jemand Redebedarf bei einem Problem oder Therapiebedarf bei einer psychischen Störung hat.

Viele Männer gehen zu einer Prostituierten, nur um zu reden.

Mit Sex kennt Ihr Karnickel euch ja aus. Aber bleiben wir mal bei dem ernsten Thema. Ich erlebe immer wieder, dass wirklich schwer psychisch kranke Patienten keinen Psychotherapieplatz bekommen. Wie oft habe ich Angehörige am Telefon, die verzweifelt sind und mir unter Tränen sagen: wir haben 30 Psychotherapeuten angerufen, wir finden niemanden. So ein Zustand ist eigentlich eine Schande für eine zivilisierte Gesellschaft.

Woran liegt das?

Das liegt nicht an den vielen engagierten Psychotherapeuten in Deutschland, das liegt am System. Dieses System fördert, dass eher gesündere oder sogar gesunde Menschen behandelt werden und schwer Kranke eben eher nicht. Und es gibt in Deutschland eine Lobbyvereinigung, die Bundespsychotherapeutenkammer, die dafür sorgt, dass das so bleibt. Bei uns können sich Psychotherapeuten völlig eigenständig aussuchen, wen sie behandeln, da gibt es keinerlei wirksame Kontrolle. Wenn jemand, der bloß Gesprächsbedarf hat, einen Psychotherapeuten kontaktiert, könnte der den ohne Weiteres unter einer erfundenen Diagnose behandeln, niemand kontrolliert das wirklich.

Aber Therapieplätze sind doch so schwer zu kriegen?

Na ja, wenn eine halbe Stunde später eine Borderline-Patientin anrufen würde, sehr schwierig, sehr langwierig, aber dringend therapiebedürftig. Der könnte dieser Psychotherapeut einfach sagen: Nächster Therapieplatz in anderthalb Jahren..

Und wie lösen wir das?

Wir bräuchten eine unabhängige Instanz, die feststellt, ob jemand hinreichend krank ist, um zulasten der Solidargemeinschaft Psychotherapie zu bekommen – oder ob es bloß Gesprächsbedarf gibt. Auch dringenden Gesprächsbedarf kann es in Lebenskrisen geben.

Also sind nicht die Psychotherapeuten schuld?

Nein! Ich habe viele Freunde, die engagierte psychologische Psychotherapeuten sind, hervorragende Therapie anbieten und Kranke behandeln. Das Problem ist das System. Und gerade weil ich der Auffassung bin, dass Psychotherapie wirksam ist, wirklich wirksam, engagiere ich mich dafür, dass Patienten diese so wirksame Therapie auch tatsächlich bekommen. Doch seit über 20 Jahren liegt die durchschnittliche Wartezeit für einen Psychotherapieplatz in Deutschland bei fünfeinhalb Monaten. Und ein wirklich psychisch kranker Mensch kann nicht fünfeinhalb Monate warten. Das ist auch jedem Laien klar.

Da muss ich mir erst was antun, damit ich so durch die Hintertür einen Therapieplatz erhalte.

Jedenfalls werden viele Patienten dann stationär behandelt, obwohl eine ambulante Therapie eigentlich reichen würde. Das ist ein skandalöser Zustand und außerdem viel teurer.

Wie lösen wir das also?

Ganz einfach: Man müsste nur alle in der Psychiatrie tätigen Ärzte für sogenannte Indikationsgespräche freischalten, bei denen vor allem festgestellt würde, ob jemand wirklich krank ist und deswegen Psychotherapie braucht. Ein solcher Arzt könnte auch gleich die für eine seriöse Diagnose erforderliche körperliche Untersuchung durchführen, um zum Beispiel eine Schilddrüsenfunktionsstörung als Ursache für eine Depression auszuschließen und bei schweren psychischen Störungen könnte er gleich noch ein Psychopharmakon verordnen. Wenn der Patient wirklich psychotherapiebedürftig ist, könnte dieser Arzt auch gleich einen Therapeuten anrufen, den er am besten persönlich kennen sollte, um den Patienten zu vermitteln. Dem könnte er dann sagen: Das ist eine langjährige Zwangsstörung, ich weiß, dass Sie das gut behandeln können, aber das ist nicht dringend, das reicht in 3 Monaten. Oder es ginge um einen suizidalen Patienten, den ein anderer Therapeut schon am nächsten Tag sehen sollte. Ich denke nicht von Berufsgruppen her, sondern vom Patienten. Und für den wäre das großartig.

Und auch für den, der dann doch nicht Patient wurde?

Ja, natürlich! Ich hatte viele Gespräche mit Menschen, die große Probleme hatten und denen ich am Schluss sagen konnte: Wenn ich das erlebt hätte, was Sie erlebt haben, dann würde es mir auch sehr schlecht gehen. Aber ich habe auch eine positive Botschaft für Sie: Sie sind nicht gestört! Dass sie so erschüttert reagieren, ist ein Zeichen dafür, dass Sie psychisch gesund sind. Wenn Sie emotional ganz starr reagieren würden, das wäre gegebenenfalls ein Hinweis auf eine psychische Störung. Und dann gingen diese Patienten, die keine Patienten sind, erleichtert nach Hause. Für solche Menschen müsste es Gesprächsangebote geben, ohne dass man die pathologisiert, indem man ihnen eine Diagnose aufdrückt, die sie schlimmstenfalls stigmatisiert, aber ihnen nicht hilft.

Mir fällt auf, dass auch eine Pathologisierung in der Sprache stattfindet. Also plötzlich sind ganze Gebäude depressiv, ganze Tage sind autistisch.

Also ich weiß nicht genau, was Kaninchen lesen, aber ich habe das noch nie gelesen.

Vielleicht halten sich die Leute in ihrem Umfeld ja mehr zurück mit Unsinnreden. Aber depressiv ist ja eh schon immer ein Platzhalter für traurig. Und wann immer irgendwas hermetisch wirkt, weiß man: das ist sehr autistisch, was du da sagst.

Ich bin strikt dagegen, im Alltag dauernd Psycho-Begriffe zu benutzen, das hat aber auch damit zu tun, dass die meisten sich im Dschungel all der psychischen Störungen gar nicht wirklich auskennen und eben auch nicht wissen, was zum Bespiel der Unterschied zwischen traurig und depressiv ist. Genau deswegen habe ich mein neues Buch geschrieben, das allgemeinverständlich kurz und knapp alle wichtigen psychischen Erkrankungen beschreibt, vor allem die faszinierenden modernen Psychotherapiemethoden für Laien erklärt, damit man solche ungewöhnlichen Sichtweisen vielleicht im Alltag nutzen kann. Auch für die Beurteilung der aktuellen politischen Lage ist bei all den problematischen derzeitigen Weltherrschern psychologische Kenntnis vielleicht so wichtig wie selten zuvor. Schließlich berichte ich da über manche genialen Psychotherapeuten, die ich selber kennenlernen durfte, Paul Watzlawick, Steve de Shazer und auch über Otto Kernberg, den berühmtesten noch lebenden Psychotherapeuten der Welt, der jetzt 98 Jahre alt ist und wahrscheinlich vor allem geistig fitter als Sie und ich zusammen.

Vielen Dank für dieses humorvolle und tiefe Gespräch.

Und Sie schlafen auch mit diesen Ohren?

Abends, wenn ich nach Hause komme, nehme ich die beiden ab. (zeige auf meine echten Ohren.)

Und dann sind Sie wieder ganz Sie selbst.

Dr. Manfred Lütz
Ganz normales, neurotypisches Gespräch.

WAS ICH SAH UND WEN ICH TRAF

Die Zettelwand ist ein beliebtes Interaktionsmedium, das nicht über die körperlichen und seelischen Gefahren einer Glücksraddrehung verfügt, und der Content wird von den Usern selbst erstellt.

Material-Einsatz: ein Karton Haftnotizen
Ergebnis: Alchimist und Fourth Wing.

Frau Honigs Wünschewolke: Boah, diese Tourlonias ist ja echt überall!
Drei Reisen und ein gutes Abi

Wenn sich CosPlayer in Halle 4.1 verirren: Belle im Ballkleid!

Die Schöne und der Großhandel

So läuft meine Tochter zuhause auch rum

Und das waren bisher die einzigen drei CosPlayer, die ich gesehen habe. Man muss allerdings auch an den richtigen Orten suchen, und ich habe fünf Tage gebraucht, bis ich endlich die Masuri-Bühne gefunden habe. (Gefunden, aber noch nicht fotografiert.)

Ich bin gespannt auf den Sonntag, aber das CosPlay, das in Frankfurt seinen Anfang nahm, ist inzwischen in Leipzig zuhause.

WALK ACTS

Walk Acts gehören genau so zu Messen wie Besucher und Pommes. Sozusagen Verlagswerbung in Form eines Maskottchens, das im Riesenkopfkostüm umherläuft, einfach für den Anblick. Für die Privatbesucher am Wochenende werden die meisten Walk Acts gebucht, und dann darf sich irgendeine arme Sau ein kompliziertes Kostüm aus Eimzelteilen umschnallen, das von innen bestimmt klasse riecht und dessen Krönung dann das Aufsetzen des Kopfteils ist, um bei uns ein Wiedererkennen zu evozieren.

Berti Mainzel, der Fleißige

Das Olchi-Kind (rotes Shirt)

Stelzen und Ballonseide im Messewind: Piper weiß, was ein Hingucker ist

Die Biene und Mayer

Und dann erblicke ich meine Nemesis. Wenn eine Figur von hinten aussieht wie ein Skrotum, dann verweist das unweigerlich auf Designprobleme, die dem Schöpfer Thomas Goletz schon immer egal waren:

Großer Gott. Er ist zurück.

Die Ohrenfüße nehmen ein ganzes Driddl seines Körpervolumens ein

Ach, und Oliver Zille war auch da!

Leipziger Messe für Dummies?

MITTAGESSEN

Ich habe endlich das Philly Cheese Steak kosten können! Erfunden in Philadelphia, wird schlicht kurz gebratenes, geschnetzeltes Beefsteak im Weizenbrötchen mit geschmolzenem Käse und Schmorzwiebeln dargereicht.

Mein Problem mit dem Essensfoto ist allein:

Ich kann nicht warten.

Auf der Agora nehmen wir zusammen ein feines Mittagessen ein:

Für mich sieht das eher aus wie „Hahn im Korb“ statt „Steak im Brötchen“

Maren Ongsiek (Börsenverein), Meike Bäumer (mind:set), Jule Wenzel (Lehramt Grundschule), Silly Philly (BuchMarkt) und Nina George (Nina George!!!).

Aber wie war denn nun mein Fazit?

Darf ich BITTE erst zu Ende essen, verdammt?

Mein Fazit: Das Philly Cheese Steak war eine Riesensauerei. Es gibt keine Möglichkeit, das würdevoll, anständig oder nicht ohne Verlust seiner Menschlichkeit zu verspeisen. Aber: Jeder Bissen hat sich gelohnt. Oh Gott, war das lecker.

Nun fehlt mir der Vergleich, weil es mein erstes war. Egal wie lecker es gewesen sein mag: Ich habe keine Ahnung, ob das ein gutes oder ein durchschnittliches Philly Cheese Steak war. Aber es war ein Philly Cheese Steak, und ich bin nun ein besserer Mensch.

Also satt.

SCHNAPPSCHÜSSE

In Halle 5.0 hat die Buchmesse eine Crime World installiert! Fotoboxen, Fitzek-Stand und allerlei Gemorde bilden hier die Attraktionen. Es gibt sogar einen „echten“ Tatort, zu dessen Spurenssicherung man aufgefordert ist!

Ich durfte aber nicht mitmachen, weil mein Fahndungsfoto noch in der Post hängt.

Kathrin Friedel vom MVB und ich gucken durch die Symbollupe!

Symbollupe bedeutet: Sie vergrößert nicht wirklich.

Messe-Mayer bedeutet:

I can fix this.

Buchhändlerin Sonja Lehmann von der Buchhandlung Bücherwurm in Borken stellt uns dieses Foto zur Verfügung, und mein lieber Kollege und Mentor Carsten Tergast die kongeniale Bildunterschrift:

„Wie Deutsche sich Entspannung vorstellen“

Dank und Gruß an beide, wenigstens den Tergast habe ich auch persönlich treffen und umarmen können. Extra ohne Foto!

PROMIS VOR DIE LINSE

Aber abgesehen vom Leeraner Freitextpolitiker Tergast habe ich tatsächlich auch ein paar Leute fotografiert und nicht nur belegte Brote und Mainzelmännchen.

Nur noch schnell 148.713 Mails checken: Armin Rohde.

Dr. Lambert Scheer holt mich an den Coppenrath-Stand zu Kinderlied-Legende Rolf Zuckowski

…wahrscheinlich, weil ich grad laut „Nackidei“ gegröhlt hatte. Kurze Nachricht an Dirigent Alexander Franz: Liebe Grüße!

Und wenn wir schon Rolf Zuckowski ablichten, dann auch seinen direkten Wohnnachbarn aus seiner Hamburger Residenz:

Einen jungen Aktionskünstler namens O. Waalkes

Dieser O. Waalkes war schwer zu fotografieren, denn anscheinend bringt er eine Riesenfanbase mit:

Das allein ist die Schlange vor Ottos Zelt

Da stelle ich mich jetzt aber nicht an. Ich brauche kein Foto von Otto.

Das hat Jule bereits bei ihrer ersten Messe 2023 gemeistert.

Das weiß selbst Google:

Wie bitte? Alleingang???

Erstens: Das WAR eine journalistische Meisterleistung. Was Google ja nicht weiß: Irgendwie musste Jule ja erst mal in die VIP-Flure kommen, und einer musste diesen ganzen Coup planen und dann zum richtigen Zeipunkt Guido Maria Kretschmer mit Öhrchen und Entzückung ablenken. Das war ein kleines Heist-Projekt von Penguin Random House und BuchMarkt und wird wahrscheinlich in den Jahren in meinem Kopf immer glorioser.

Besonders schöner Schnappschuss des marmeladigsten, klebrigsten, stückigsten und spielplatzfreundelosesten Aprikosenkindes Deutschlands: Kulturstaatssortierer Wolfram Weimer!

Foto: Ausgerechnet Judith Merchant, LOL

(Denn Judith Merchant ist die Autorin von Aprikosenkind, erschienen bei Kiepenheuer und Witsch. Danke für die Werbung, Wolle! Versehentlich mal was Gutes angerichtet.)

Der ehemalige Formel-Eins-Fahrer Ingolf Lück stellt das Buch Nuno Nasenbär vor, das er allein mit seiner Nase geschrieben und im CalmeMara-Verlag herausgebracht hat!

Halt, ich korrigiere: Formel-Eins-Moderator.

Die schwebende Brille auf der Leinwand sieht eigentlich aus, als wäre sie ihm gerade von der Nase geflogen. Moment nur:

Gern geschehen.

Beim S.Fischer-Verlag lässt mich Theresa Schenkel an den Stand, um ein exklusives Foto vom Friedenspreisträger Philippe Sands zu knipsen. Das ist das Foto, das ich posten soll:

Nancy Faeser, Philippe Sands, noch jemand von der SPD und Hubertus Heil.

Ich würde aber viel lieber dieses hier posten, das nur wenige Sekunden vorher entstanden ist:

Philippe Sands entdeckt meine Öhrchen

ZUM GELEIT

Und das war mein unvollständiger, aber langer Samstag, denn das Interview mit Dr. Manfred Lütz wird an dieser Stelle noch nachgereicht, sobald es freigegeben ist. Mit einem Messewochenende dazwischen könnte es auch Montag werden, aber die meisten Klicks kommen eh erst nach der Messe.

Wie heute früh versprochen, verwandelte sich der bahnhofsaffine Trübhimmel vom Morgen bald in kaiserliches Postkartenwetter:

Symbolbild: Tolle Messe, aber die Wolke steht für die Bedrohung durch K.I.

Gestern hatte ich keinen Cat-Content gebracht, weil ich dachte, jetzt ist aber mal gut. Aber schon allein für Claudia Holzer vom Usborne-Verlag:

Fussel will mich beim Schreiben entbeinen

Der Preis für das schönste Abschlussbild geht heute an mich selber:

Leute, das kann man alles friedlich regeln.

Nun, dann bleibt nur noch:

Der Sonntag!

Ihr und Euer

Matthias Mayer

…und Jule!

herrmayer@hotmail.com


Warum Karel Čapek recht hatte, Teil 5 von 6
 

Vergessene Bösewichte: „Maximilian“, Das Schwarze Loch, 1979
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4 Kommentare

  1. Wo kann man den Messe-Mayer eigentlich liken? Frage die Messe-Mayer-Mama und sendet 1 ooo ooo ooo virtuelle Likes 👍🤩🤗
    Gives auch einen Korrektor? : Walk Acts, Eimzelteile ?

    Beste Grüße von Mutter 😘

    1. Vielen Dank für den Hinweis. Die Redaktion und ich sind übereingekommen, dass ich gelegentlich kleine, galubwürdige Tippfehler einstreuen soll, um den Eindruck von nächtlichem Arbeiten besser im Narrativ zu verankern.

    1. Danke für den Hinweis. Nicht in diesem Ton bitte, Mutter, sonst müssen wir Sie von unserem Provider wegen Fowlmouthing sperren lassen.

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