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Irina Scherbakowa erhält Goethe-Medaille

Das Goethe-Institut Deutschland verleiht jährlich die Goethe-Medaille an Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise um den internationalen Kulturaustausch verdient gemacht haben. Am 28. August übergibt Klaus-Dieter Lehmann, Präsident des Goethe-Instituts, die Auszeichnung der Bürgerrechtlerin Irina Scherbakowa im Residenzschloss Weimar. Die Laudationes halten die ehemalige Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen Marianne Birthler, die Journalistin Emily Dische-Becker und die Soziologin Christa Wichterich.

Irina Scherbakowa ist seit 1988 Gründungsmitglied der ersten sowjetischen Nichtregierungsorganisation „Memorial“, die bis heute für den Schutz der Menschenrechte in Russland kämpft. Sie leitet die Jugend- und Bildungsprogramme und koordiniert Oral History-Projekte. Im September 2016 wurde „Memorial“ durch das russische Justizministerium auf die Liste für „ausländische Agenten“ gesetzt.

Im November erscheint bei Droemer ihr Buch Die Hände meines Vaters. Eine russische Familiengeschichte. Anhand des Porträts ihrer russisch-jüdischen Familie erzählt die preisgekrönte Publizistin die Geschichte eines bewegten Jahrhunderts. Irina Scherbakowa reist im November aus Moskau an, um in Deutschland auf Lesereise zu gehen.

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