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Wibke Bruhns

Die Journalistin und Autorin Wibke Bruhns ist am Donnerstag im Alter von 80 Jahren gestorben. Sie  war die Grande Dame des deutschen Journalismus. Als erste Nachrichten­sprecherin im Fernsehen geächtet und gefeiert, wegen ihres gesellschaftskritischen und politischen Engagements von der Bunten als „Jeanne d’Arc der 68er“ gekürt und als Geliebte Willy Brandts verdächtigt, entfachte Wibke Bruhns mit ihrem Buch „Meines Vaters Land“ (Econ, 2004) über das Leben ihres Vaters Georg Klamroth eine Debatte über den Umgang mit persönlicher Vergangenheit und Zeitgeschichte.

In ihrer Autobiographie „Nachrichtenzeit“ (Droemer, 2012) berichtete die Ausnahmejournalistin aus ihrem bewegten politischen Leben. Wibke Bruhns war mittendrin und nahe am Zeitgeschehen, sei es bei den Studentenprotesten, beim Misstrauensvotum gegen Brandt, bei der Affäre um den persönlichen Referenten Guillaume, beim Aufstieg Helmut Kohls und später Angela Merkels.

Droemer Knaur-Verlagsleiterin Margit Ketterle sagt: .„Ich bin traurig über den Tod einer Autorin, die zur Freundin geworden ist. Sie war ein Glücksfall und ich bin stolz darauf, mit ihr zwei große Bücher gemacht zu haben, zuletzt Nachrichtenzeit und davor die stil- und genrebildende Familiengeschichte Meines Vaters Land. Dafür und für so viel mehr wird sie allen, die sie kannten, unvergessen bleiben“.

 

 

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