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Ravensburger: Gebremstes Wachstum durch Transportengpässe

Nach einem Rekordwachstum im Vorjahr von über 20 Prozent hat die Ravensburger Gruppe 2021 ihren Umsatz noch einmal leicht um rund 1 Prozent auf 636 Mio. Euro erhöht. Dies gelang dem Unternehmen, obwohl es durch das vorangegangene Wachstum an seine Kapazitätsgrenze kam und wegen der Neuausrichtung der Logistik in den USA sowie globaler Transportengpässe weniger Ware auslieferte.

Infolgedessen hat die Unternehmensgruppe schon ab 2020 hohe Investitionen angestoßen: Über 100 Millionen Euro fließen vor allem in die Ausweitung der Fertigungskapazitäten und in Arbeitsplätze. Weitere Felder sind die Expansion im Ausland, Innovationspartnerschaften und die Nachhaltigkeit des Unternehmens.

Das Ravensburger Geschäft expandierte im vergangenen Jahr vor allem durch Puzzles und Kreativprodukte. Während in Deutschland die Umsätze leicht zunahmen, stiegen sie in den für Ravensburger wichtigen Auslandsmärkten wie Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien und Skandinavien deutlich. Ihr Wachstum erzielte die Gruppe trotz erschwerter Umstände: Zum einen hatte die 2020 sprunghaft gestiegene Nachfrage die Ravensburger Fertigung und Logistik an ihre Kapazitätsgrenze gebracht. Zum anderen lieferte das Unternehmen in seinem zweitgrößten Absatzmarkt USA weniger Ware aus als geplant: Dort war Ravensburger mit der aufwändigen Fusion mehrerer Logistikstandorte befasst und zudem mit globalen Transportengpässen konfrontiert.

„Dreischichtbetrieb, Wochenendarbeit, Überstunden – unsere Belegschaft hat durch ihren enormen Einsatz den großen Bedarf an unseren Produkten bewältigt“, erläutert Finanzvorstand Hanspeter Mürle das Ravensburger Geschäftsjahr. „Dass ein Teil unserer Ware auf dem Weg zum Kunden festsaß, hat uns in den USA jedoch Umsatz gekostet.“

Die Ravensburger Gruppe stieß bereits 2020 einen Investitionsschub über drei Jahre an, der über 100 Millionen Euro umfasst. „Wir investieren derzeit erhebliche Summen in Mitarbeiter, Fertigung und Nachhaltigkeit, damit die Ravensburger Gruppe auch in Zukunft verantwortungsbewusst wachsen kann“, sagt Vorstandsvorsitzender Clemens Maier.

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