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„WORTMELDUNGEN Ulrike Crespo Literaturpreis 2022“ an Volha Hapeyeva verliehen

Die aus Belarus stammende Autorin Volha Hapeyeva erhielt am 19. Juni den mit 35.000 Euro dotierten WORTMELDUNGEN Ulrike Crespo Literaturpreis 2022 der Frankfurter Crespo Foundation. Sie wurde für ihren Essay Die Verteidigung der Poesie in Zeiten dauernden Exils ausgezeichnet, der sich mit der Macht von Sprache und Literatur vor dem Hintergrund eines Lebens in der belarusischen Diktatur und im Exil auseinandersetzt. Die Preisverleihung fand im Schauspiel Frankfurt vor mehr als 100 Gästen statt.

vlnr.: Hasnain Kazim, Christiane Riedel, Volja Hapeyeva und Sighart Neckel(c )Christof Jakob

In seiner Laudatio würdigte der Soziologe und WORTMELDUNGEN-Juror Sighard Neckel Volha Hapeyeva: „Aus dem Exil heraus verteidigt Volha Hapeyeva ein Terrain, das von keinem Diktator eingenommen werden kann. Und wenn auch die eigene Heimat diktatorisch okkupiert worden ist, so vermag doch keine usurpatorische Macht überall dort hinzugelangen, wo die widerständige Poesie ein Zuhause finden kann. (…) „Die Verteidigung der Poesie in Zeiten dauernden Exils“ ist ein ungemein starkes literarisches Dokument, dessen Prämierung mit dem Wortmeldungen-Literaturpreis 2022 für uns alle ein wichtiges Zeichen setzt.“

In einem Podiumsgespräch zum Thema „Sprache der Macht – Macht der Sprache: Was können Worte in Zeiten der Krise bewegen?“ diskutierte die Preisträgerin mit Philosoph Philipp Hübl, Autor und Journalist Hasnain Kazim und Traumatherapeutin Marianne Rauwald über den manipulativen Gebrauch von Sprache in politischen Machtzusammenhängen und die heilende Funktion von Sprache vor dem Hintergrund von Trauma und Exil. Die Tänzerin Kristina Veit und der Musiker Alexandar Hadjiev brachten eine Performance zur Uraufführung, die sie aus Gedichten der Preisträgerin entwickelt haben. Kulturjournalistin Ariane Binder führte durch den Abend.

 

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