
Das Literaturfestival »Übersetzen & Weltretten. Anstiftung zur Utopie in dystopischen Zeiten« findet vom 11. bis 25. September 2026 in Berlin statt und rückt das literarische Übersetzen in den Fokus. Das zweiwöchige, vom Verein Weltlesebühne produzierte Festival lädt dazu ein, literarische Utopien und Dystopien des 20. und 21. Jahrhunderts neu zu entdecken – als politische Entwürfe und Anregungen zum gesellschaftlichen Handeln. Das Programm wird von Hélène Thiérard und Henning Bochert (Weltlesebühne e. V.) sowie Gastkuratorin Aurélie Maurin (TOLEDO/Deutscher Übersetzerfonds) kuratiert: In Lesungen, Gesprächen, Workshops und performativen Formaten bringt es internationale Übersetzer:innen, Autor:innen, Wissenschaftler:innen und Künstler:innen zusammen, um Literatur als Ort des kulturellen Austauschs erlebbar zu machen.
Die zentralen Festivaltage werden am 18. und 25. September 2026 im Collegium Hungaricum Berlin ausgerichtet. Daneben sind auch die Amerika-Gedenkbibliothek und die Lettrétage als Spielorte bestätigt, weitere folgen. Das Festival findet im Vorfeld des Internationalen Tags des Übersetzens (auch Hieronymustag) statt. Ziel ist es, die kulturelle Vielfalt utopischer und dystopischer Literatur aus verschiedenen Sprachen zu feiern und die unverzichtbare Arbeit der Literaturübersetzer:innen für eine pluralistische, demokratische Gesellschaft zu würdigen. In Zeiten von KI-Systemen, automatisierter Sprachproduktion und maschineller Übersetzung gewinnt die Frage nach dem Wert menschlicher Übersetzungsarbeit neue Dringlichkeit. »Übersetzer:innen, die sich daran machen, die Welt zu retten – klingt das nach Science Fiction? Im Zentrum des Festivals steht die Idee, dass im literarischen Übersetzen selbst ein Funken Utopie steckt«, erläutert Kuratorin Hélène Thiérard die Zielsetzung.
Das Festival lädt zu einer Zeitreise ein: Von der Gegenwart der Utopie/Dystopie in ihre Vergangenheit und zurück, mit Ausblicken in die Zukunft, denn die visionären Werke des letzten Jahrhunderts inspirieren heutige Schriftsteller:innen noch immer. Das Programm verbindet literarische und gesellschaftspolitische Debatten mit konkreten Einblicken in die Praxis des Übersetzens. Dabei richtet sich »Übersetzen & Weltretten« ausdrücklich nicht nur an ein Fachpublikum: Mit Konzerten, Poetry Slams, Live-Übersetzungen und partizipativen Formaten öffnet sich das Festival einem breiten Publikum und sucht bewusst den Austausch zwischen Literatur, Wissenschaft, Bildung und freier Kulturszene Berlins. Weitere Informationen finden Sie unter: weltretten.weltlesebuehne.de.
»Übersetzen & Weltretten« wird veranstaltet von Weltlesebühne e. V. und dem TOLEDO-Programm des Deutschen Übersetzerfonds, in Zusammenarbeit mit dem Collegium Hungaricum Berlin und der Lettrétage sowie mit freundlicher Unterstützung durch die Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB). Das Festival wird gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt und dem Deutschen Übersetzerfonds.







