
Zum siebzehnten Mal hat die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur den „Korbinian – Paul Maar-Preis für neue Talente“ verliehen. Die Jury hatte in diesem Jahr einen Autor und fünf Autorinnen mit ihren Erstlingswerken auf die Nominierungsliste gesetzt. Das Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro stiften der Kinderbuchautor Paul Maar und das Bayernwerk. Verliehen wurde der „Korbinian“ zusammen mit dem
Kinderbibliothekspreis in Kolbermoor.
Am Abend des 23. Juli wurde der Korbinian – Paul Maar-Preis für neue Talente der Deutschen Akademie für
Kinder- und Jugendliteratur im Rahmen der feierlichen Verleihung des Kinderbibliothekspreises übergeben.
Unter dem Motto „LeseOrte. Die stark machen“ hatte das Bayernwerk ins Kesselhaus Kolbermoor geladen.
Durch den Abend führte der bewährte Moderator Benedikt Weber.
Den Kinderbibliothekspreis im 20. Jubiläumsjahr der Auszeichnung überreichten der Vorstandsvorsitzende
der Bayernwerk AG, Dr. Egon Leo Westphal, und Dr. Elisabeth Donoughue, Ministerialrätin im Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, an vier bayerische Büchereien aus Grattersdorf, Puchheim, Unterhaching und Dettelbach sowie einen Sonderpreis an die Gemeindebücherei Oberhaid St. Bartholomäus. Der Kinderbibliothekspreis ist mit jeweils 5.000 Euro dotiert.
PAUL MAAR-PREIS 2026
Dr. Claudia Maria Pecher, Präsidentin der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur und Leiterin
Politik, Bibliotheken und Kommunikation im Sankt Michaelsbund, überreichte zusammen mit Anne Maar
den „Korbinian“ an Jona Manow für sein Buch Spion Nr. 9 und die Kunst, nicht aufzufallen, erschienen im
Verlag mixtvision. Ausgestattet ist das Buch mit Illustrationen von Julia Dürr, die den Nachwuchspreis der
Akademie im Jahr 2012 erhalten hatte. Paul Maar gratulierte dem Preisträger per Videobotschaft.
„Jona Manow ist mit seinem Kinderdebüt ein Plädoyer für die Einzigartigkeit von Kindern gelungen und eine Einladung öfters mal die Blickrichtung zu wechseln“, sagte die Akademiepräsidentin und führte die Jury-Entscheidung in ihrer Laudatio aus: „Mit großer Sensibilität und feinem Humor erzählt Jona Manow von Neurodiversität, ohne seine Hauptfigur auf diagnostische Kategorien zu reduzieren. Estrich ist eine eigenwillige, vielschichtige und liebenswerte Figur. Manow gelingt damit ein Roman, der nicht nur unterhält, sondern auch die Perspektiven seiner Leserinnen und Leser erweitert. Auf eindrucksvolle Weise zeigt das Buch, dass Neurodiversität nicht als Defizit verstanden werden muss, sondern als eine besondere Gabe, die Welt wahrzunehmen. Damit bereichert Estrich die Kinderliteratur um eine Stimme, die unverwechselbar ist und lange nachhallt.“
Neben dem diesjährigen Preisträger waren Ada Diagne (BAOBAB, Leykam 2025), Eva Kranenburg (Freunde, Fischer Sauerländer 2026), Amani Padda (Bevor der Himmel reißt, Arctis 2026), Ulla Schuh (Ich in 100 Teilen, Beltz & Gelberg 2026) und Sonja M. Schultz (Mauerpogo, Blumenbar 2025) nominiert, denen neben Urkunden auch „Korbinian“-Miniaturen überreicht worden sind.







