
Die Jury hat diese sechs Romane für die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2026 ausgewählt:
- Shida Bazyar: Die Lücken (Kiepenheuer & Witsch, September 2026)
- Franziska Gänsler: Orca (Kein & Aber, August 2026)
- Valeria Gordeev: Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle (S. Fischer, August 2026)
- Elias Hirschl: Schleifen (Paul Zsolnay, Januar 2026)
- Peggy Mädler: Selbstregulierung des Herzens (Galiani Berlin, Februar 2026)
- Dana Vowinckel: Anton und Alma (Suhrkamp, September 2026)
Jurysprecherin Cornelia Geißler, Berliner Zeitung: „Was kommt? Was bleibt? So unsicher die Gegenwart auch sein mag, erweist sie sich doch als Nährboden für eine großartige Literatur. Die sechs Romane der Shortlist zeugen davon. Sie schärfen den Blick auf Vergangenes. Sie deuten auf politische Verbrechen und zeigen den Kampf dagegen in zaghaften oder waghalsigen Schritten. Sie erzählen von Träumen und Möglichkeiten des Individuums, den eigenen Weg zu gehen, die Gesetze der Wissenschaft zu nutzen, die Freiheit der Kunst zu spüren und ein Miteinander zu erproben. Wir lesen auf vielfach unerwartete Weise von Sehnsucht, Freundschaft, Liebe und Gewalt. Wir sind begeistert davon, welch ästhetischer Reichtum in diesen Büchern steckt, welche Sprachlust. Und es gibt immer noch Grund zu lachen.“
Die sieben Jurymitglieder haben seit Ausschreibungsbeginn 205 Titel gesichtet, die zwischen Oktober 2025 und dem 8. September 2026 erschienen sind. Zur Jury gehören außerdem: Theresa Donner (Buchhandlung heiter bis wolkig, Halle an der Saale), Jan Ehlert (NDR), Maha El Hissy (Literaturwissenschaftlerin), Emily Grunert (Literaturbüro NRW), Stefanie Kreuzer (Universität Kassel), Adam Soboczynski (DIE ZEIT).
Mit dem Deutschen Buchpreis zeichnet die Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels den deutschsprachigen Roman des Jahres aus. Der oder die Preisträger:in erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro; die fünf Finalist:innen erhalten jeweils 2.500 Euro. Die Preisverleihung findet am 5. Oktober 2026 zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse im Kaisersaal des Frankfurter Römers statt und wird live übertragen. Interessierte können die Preisverleihung unter www.deutscher-buchpreis.de verfolgen.
Das ZDF, mit der Kulturreportage „aspekte“ Medienpartner des Deutschen Buchpreises, produziert kurze Filme zu den Shortlist-Titeln, abrufbar unter https://www.deutscher-buchpreis.de/videos/. Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur übertragen die Veranstaltung live über den Sonderkanal „Dokumente und Debatten“ im Digitalradio und als Livestream auf Dokumente und Debatten | deutschlandradio.de.
Ab Mitte September werden Auszüge aus den Shortlist-Titeln in englischer Übersetzung und ein englischsprachiges Dossier zur Shortlist auf dem Internetportal www.new-books-in-german.com präsentiert.
Hauptförderer des Deutschen Buchpreises ist die Deutsche Bank Stiftung, weitere Partner sind die Frankfurter Buchmesse und die Stadt Frankfurt am Main.