Wolfram Weimer, Staatsminister für Kultur und Medien, hat heute die 85 Gewinner des Deutschen Verlagspreises 2026 bekanntgegeben. 79 Verlage erhalten ein Gütesiegel und ein Preisgeld von jeweils 18.000 Euro. Die mit jeweils 50.000 Euro dotierten Spitzenpreise gehen an drei weitere Verlage. Erstmals wird in diesem Jahr neben dem Nachhaltigkeitspreis ein Innovationspreis verliehen. Beide Preise sind mit jeweils 24.000 Euro dotiert. Ein Verlag mit einem Jahresgesamtumsatz von mehr als drei Millionen Euro erhält ein undotiertes Gütesiegel.
Wer in welcher Preiskategorie ausgezeichnet wird, erfahren die Verlage bei der feierlichen Preisverleihung am 9. Oktober 2026 im Rahmen der Frankfurter Buchmesse. Insgesamt hatten sich 279 Verlage für die Auszeichnung beworben. Damit lag die Bewerberzahl auf dem Niveau des Vorjahrs.
Staatsminister Wolfram Weimer: „Die nominierten Verlage stehen für die große Vielfalt und Qualität des unabhängigen Verlegens in Deutschland. Vom Sachbuch bis zum Lyrikband, vom Kinderbuch bis zur Graphic Novel eröffnen die Programme der Verlage neue Perspektiven und machen unterschiedliche Stimmen, Haltungen und Erfahrungen sichtbar. Gerade dort, wo nicht die Marktlogiken des Mainstreams entscheiden, entstehen Bücher, die Debatten anstoßen, Horizonte erweitern und damit unsere Buchkultur bereichern. Mit dem Verlagspreis würdigen wir nicht nur besonderen verlegerischen Mut, sondern richten den Blick auch auf die Innovationskraft der Branche. Erstmals zeichnen wir in diesem Jahr daher einen Verlag aus, der wegweisende Impulse im Verlagswesen geliefert hat.“
Partner des Deutschen Verlagspreises sind der Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. und die Kurt Wolff Stiftung.
Sebastian Guggolz, Vorsteher des Börsenvereins: „Der Deutsche Verlagspreis ist ein wichtiges Signal für literarische Vielfalt und schafft Sichtbarkeit für die engagierte Arbeit der unabhängigen Verlage in Deutschland. Er macht deutlich, dass eine vielfältige Buchbranche von hoher gesellschaftlicher Bedeutung ist und wie wichtig es ist, diese zu fördern.“
Katharina E. Meyer, Vorstandsvorsitzende der Kurt Wolff Stiftung: „Mit der Fortsetzung des Verlagspreises im achten Jahr setzt die Bundesregierung in herausfordernden Zeiten ein wichtiges Zeichen für eine vielfältige Literatur- und Verlagslandschaft in unserer Demokratie.“
Wesentliche Kriterien für die Juryauswahl waren ein überzeugendes Verlagsprogramm, die herausragende Qualität verlegerischer Arbeit, die ästhetisch ansprechende Gestaltung der Bücher und ein besonderes kulturelles Engagement. Für den Nachhaltigkeitspreis war zusätzlich der Beitrag zur ökologischen Transformation und für den Innovationspreis die Umsetzung zukunftsweisender Formate ein zentrales Kriterium.
Vorsitzender der diesjährigen Jury ist der Journalist, Moderator und Autor Jörg Thadeusz. Die weiteren Mitglieder sind Alexander Cammann, Isabel Fargo Cole, Ines Dettmann, Katharina Holzmann, Prof. Dr. Friedhelm Marx und Deniz Utlu.
Die Preisträger des Deutschen Verlagspreises 2026 sind:
8 grad verlag
Aisthesis Verlag
Alexander Verlag Berlin
Anton G. Leitner Verlag
ArchiTangle
Arco Verlag
arts + science weimar (asw)
Assoziation A
avant-verlag
BeBra Verlag
BOM DIA BOA TARDE BOA NOITE
BUCHFUNK
BuchkinderVerlag
BuchKunst Kleinheinrich
cc-live Hörbuchverlag
ciconia ciconia
CulturBooks Verlag
Dagyeli Verlag
Der Erzählverlag
derDiwan Hörbuchverlag
DISTANZ
DOM publishers
dr. ziethen verlag
Draupadi Verlag
E. A. Seemann Henschel Verlagsgruppe
ebersbach & simon
Edition Bracklo
Edition Delta
edition frölich
Edition Isele
Edition Pastorplatz
Elfenbein Verlag
Elsinor Verlag
eta Verlag
Favoritenpresse
Gans Verlag
Geymüller Verlag für Architektur
Gratitude
Günther Emigs Literatur-Betrieb
Hentrich & Hentrich
Jaja Verlag
Jaron Verlag
Kinzelbach Verlag
Kjona Verlag
Knabe Verlag Weimar
Kraterleuchten
Kröner Verlag
kunstanstifter – Verlag für Illustration
Kunstmann
Lagato Verlag
lichtung verlag
limbion
mairisch Verlag
Martin Schmitz Verlag
Matthes & Seitz Berlin
Memoranda
Merve
Neofelis Verlag
nonsolo Verlag
Orlanda Verlag
Osburg Verlag
POP-Verlag
Querverlag
Rimbaud Verlag
Rotopol
S. Marix Verlag
SALON LiteraturVERLAG
Schmetterling Verlag
Schöffling & Co.
Secession Verlag
SHIFT BOOKS
sisifo // Leipziger Literaturverlag
Spector Books
Südpol Verlag
Sujet Verlag
SUKULTUR
Velbrück Verlage
Verlag Friedrich Mauke
Verlag für Berlin-Brandenburg (vbb)
Verlag Hermann Schmidt
Verlag Klaus-Jürgen Kamprad (VKJK)
Voland & Quist
Wunderhaus Verlag
Wunderhorn
zu Klampen Verlag






