
Welche Bücher werden in den aktuellen gedruckten Ausgaben der Wochenzeitungen Der Freitag und Die ZEIT besprochen?
Der Freitag Ausgabe 45:
Mit einem Krimi-Spezial
„Gefährlicher ist das systemische Böse“. Die Philosophin Susan Neiman über das Böse, das keine Absicht braucht
Lennart Laberenz führte das Gespräch
Nennen wir es böse. Die Politik unserer Zeit verstehen – Susann Neimann. Michaela Grabinger (Übers.), Hanser Berlin 320 S., 26 €
Sein Schlaglicht gerät etwas zu gleißend. In „Afrika“ spürt Daniel Kehlmann dem Rassismus nach. Ein erschreckender, wenn auch erwartbarer Roman
von Björn Hayer
Afrika – Daniel Kehlmann. Rowohlt 2026, 256 S., 24 €
Die beste Comedy lacht über sich. Jens-Christian Rabe fragt sich, was die Kunst der Satire heute vermag und wie mächtig sie wohl tatsächlich ist
von Erika Thomalla
Jens-Christian Rabe – Komisch. Satire, Comedy und der Ernst der Lage. Suhrkamp 2026, 190 S., 22 €
Schnee von gestern. Lucy Foley schickt die berühmte Amateurdetektivin Miss Marple in ein Grandhotel in den Schweizer Alpen. Die britische Bestsellerautorin erweist sich als kundige, aber nicht immer überzeugende Erbin Agatha Christies
von Marlen Hobrack
Mord im Grand Alpine Hotel – Lucy Foley. Maria Hochsieder (Übers.), Penguin 2026, 400 S., 24 €
Eine Jägerin wird gejagt. Zoë Boehm ermittelt in Mick Herrons zweitem Fall gegen einen unsichtbaren Gegner – und gegen die eigene Angst
von Haziran Zeller
Die letzte Stimme – Mick Herron. Stefanie Schäfer (Übers.), Diogenes 2026, 448 S., 19 €
Ein Kind, vier Eltern – und ein Hotel. Calla Henkel macht aus dem Traum von einem alternativen Lebensmodell eine düstere Familienkomödie
von Katharina Walser
Das haben wir nicht gewollt – Calla Henkel. Verena Kilchling (Übers.), Kein & Aber 2026, 416 S., 26 €
Im wilden Osten. Trump-Ära Attica Locke schickt zum Abschluss der Trilogie ihren schwartem Texas Ranger auf die Suche nach einer Studentin
von Marcus Müntefering
Führe mich heim – Attica Locke. Andrea Stumpf (Übers.), Polar-Verlag 202, 344 S., 26 €
Die Vergangenheit ist nie zu Ende. Eine Gebärdensprachdolmetscherin steht im Zentrum von Petra Ivanovs neuem Kriminalroman
von Peter Henning
Die Stille kennt deinen Namen – Petra Ivanov. Unionsverlag 2026, 248 S., 18,99 €
Cum-Ex und ein Toter im Badefass. Joachim Feldmann nimmt in seiner Kolumne die außergewöhnlichsten Fälle der Saison unter die Lupe: Krimis über Geldwäsche und Gesetzeslücken, Macht, Mord und globale Geschäfte
Dirty Money – Amran Gowani. Stefan Lux (Übers.), Suhrkamp 2026, 334 S., 18 €
Die Summe aller Dinge – Oliver Bottini. Dumont 2026, 478 S., 26 €
Stunde des Skorpions – Sebastian Sons. Atrium 2026, 427 S., 20 €
Kalmann schweigt – Joachim B. Schmidt. Diogenes 2026, 311 S., 25 €
Nichts als heiße Luft – Yves Ravey. Holger Fock u. Sabine Müller (Übers.), Liebeskind 2026, 110 S., 20 €
Die ZEIT Ausgabe 48:
Eine Muse? Eine Künstlerin!
Die Malerin Baladine Klossowska gilt als Rilkes letzte Geliebte. Zu Unrecht ist sie heute vergessen. Wer war sie? Eine Recherche VON JULIA FRANCK
Die Schriftstellerin Julia Franck lebt in Berlin, 2021 erschien ihr Roman »Welten auseinander«. Zuletzt veröffentlichte sie ihr literarisches Porträt der Liebesgeschichte zwischen Rainer Maria Rilke und Baladine Klossowska: »Ich ertrinke in den Wassern meiner eigenen Liebe« (Pfaueninsel, 22,– €)
Kolumne: Krimi von Simone Buchholz
Die Spur der Vernichtung
Wer meint, Frauen seien die besseren Menschen, sollte besser nicht Liz Nugent lesen
„Die Wahrheit über Ruby Cooper“ von Liz Nugent (Gutkind, 24,– €)
Sie nannten es Schlamassel
In Berlin wurde einst beschlossen, wie der afrikanische Kontinent aufgeteilt wird – mit bestialischen Folgen. Daniel Kehlmann hat darüber einen sehr komischen Roman geschrieben. Kann das gut gehen? VON IJOMA MANGOLD
Daniel Kehlmann: Afrika. Roman; Rowohlt, Hamburg 2026; 256 S., 24,– €