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Ocelot insolvent, aber Geschäftsbetrieb geht weiter

Die Berliner Buchhandlung Ocelot ist insolvent. Gründer Frithjof Klepp musste bereits in der letzten Woche den Gang zum Amtsgericht in Berlin-Charlottenburg antreten. Dr. Jürgen Wallner (Kanzlei WallnerWeiss) ist als vorläufiger Sachverwalter berufen.

Erst im Sommer 2012 war der „Vorzeigebuchladen“ mit viel Engagement gestartet. Mit dem Slogan „ocelot, not just another bookstore“ wollte Klepp in Berlin-Mitte auf 260 Quadratmetern das klassische Leseerlebnis mit der digitalen Welt verknüpfen und sorgte mit seinem außergewöhnlichen Konzept bundesweit für Aufsehen.

Aber: Der Geschäftsbetrieb kann fortgeführt werden, meint der Insolvenzverwalter. Das heißt: Ocelot wird nicht von der Bildfläche verschwinden. Klepp sucht derzeit nach Investoren, um den finanziellen Engpass überwinden zu können. Er hatte nach Abitur und Buchhändlerlehre (bei Kiepert) an verschiedenen Stationen gearbeitet, unter anderem bei der Internetbuchhandlung Kohlibri. Zuletzt leitete er die Zweitausendeins-Filliale in der Friedrichstraße. Zudem betrieb er von 2006 bis 2010 das E-Book-Portal ocelot bücher digital, bevor er – als einer der ersten – mit Ocelot sein Multi-Channel-Konzept aufzubauen begann.

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