Zur Eindämmung der illegalen Verwertung von E-Books und Hörbüchern auf kommerziellen Plattformen hat der Verleger-Ausschuss des Börsenvereins des deutschen Buchhandels in dieser Woche eine Zusammenarbeit mit der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V. (GVU) beschlossen.
Hintergrund ist die wachsende Zahl immer professioneller werdender Websites, auf denen deutschsprachige Verlagserzeugnisse urheberrechtswidrig angeboten und dadurch Werbe- oder Endkundeneinnahmen in Millionenhöhe erzielt werden. Die GVU tritt solchen Tendenzen seit Jahren erfolgreich für die Film- und Unterhaltungssoftware-Wirtschaft entgegen. Sie erhält von den jeweiligen Rechteinhabern das Mandat, in ihrem Namen zu handeln und initiiert Strafverfahren gegen die Straftäter, die oftmals als kriminelle Organisationen derartige Angebote betreiben und damit Verbrauchern erst das illegale Nutzen der Inhalte ermöglichen.
„Eine Zusammenarbeit zwischen Börsenverein und GVU ist vernünftig, denn dieser Ansatz ist selbstverständlich auch für die Buchbranche erfolgversprechend. Erfolgreiche Strafverfahren setzen eine breite Solidargemeinschaft voraus, in diesem Fall viele Verlage, welche die GVU beauftragen“, sagt Matthias Ulmer, Vorsitzender des Verleger-Ausschusses des Börsenvereins.
„Je mehr die GVU durch ihre eigene Ermittlungen und Strafanzeigen gegenüber den Ermittlungsbehörden das Ausmaß solcher gravierenden Urheberrechtsverletzungen aufzeigen kann und je mehr die Behörden auf die Unterstützung der GVU zurückgreifen können, desto größer ist die Chance, dass sie solche Verfahren auch tatsächlich mit dem gebotenen Ressourceneinsatz betreiben“, so Matthias Leonardy, Geschäftsführer der GVU.
Das Vorhaben wurde vom Verleger-Ausschuss des Börsenvereins einstimmig angenommen und soll in den kommenden Monaten umgesetzt werden.






