Überall Spott und Häme über zu Guttenberg, der wie so viele Politiker mit seiner Doktorarbeit in die Schlagzeilen geraten ist. Sogar die Rechtschreibfehler des Originals soll er mit abgekupfert haben, schreibt die FR. Die taz hat ihm gleich einen neuen Namen gegeben: Karl-Theodor zu Googleberg.

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
Frankfurter Rundschau
Weil Joschka Fischers I am not convinced (KiWi) jetzt erscheint, darf er überall Interviews geben. Gestern hat er der Welt erzählt, wie Klasse er Helmut Kohl findet, der FR diktiert er seine Ansichten über Afghanistan, die Revolution in Ägypten und Bob Dylan in den Block.
Neue Steiner-Biographien zum 150. Geburtstag des Anthroposophen: Miriam Gebhard Rudolf Steiner. Ein moderner Prophet (DVA), Heiner Ulrich Rudolf Steiner – Leben und Lehre (C.H. Beck), Helmut Zander Rudolf Steiner (Piper).
Ein neuer stiller Krimi: Mechthild Borrmann Wer das Schweigen bricht (Pendrsagon).
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Oliver Jungen rezensiert ein vom Markt genommenes Buch: „Nur wer findig ist, ergattert noch ein Exemplar. Die Suche lohnt sich“, schreibt er über Tina Uebels Last Exit Volksdorf (C.H. Beck) [mehr…].
Chika Unigwe hat mit Schwarze Schwestern (Klett-Cotta) einen unsentimentalen Roman über Prostituierte geschrieben.
Annotiert
Stephan Turowski Glückwunsch zur Wunde (Edition Azur).
Süddeutsche Zeitung
„Einmal zum Tahrir-Platz und eine Erklärung zur Lage der Nation bitte“: Gestern gab es bereits ein Interview mit dem Taxi-fahrenden Autor Khalid Al-Khamissi heute rezensiert Stefan Weidner dessen Roman Im Taxi. Unterwegs in Kairo, erschienen übrigens bei Lenos, begeistert und nennt es ein „böses, kluges“ Buch.
„Krieg gegen Gott“ und Nemesis von Philip Roth (Hanser) als Aufmacher der Literaturseite.
„Ins Ghetto gesperrt“: Kerstin Schnoor hat sich in Vom literarischen Zentrum zum literarischen Ghetto mit der deutsch-jüdischen literarischen Kultur zwischen 1933 und 19545 auseinandergesetzt (Wallstein)
In Kürze besprochen: Hans-Wolfgang Bergerhausen, Köln in seinem eisernen Zeitalter, Greven Verlag.
„Ehre dem Kaiser“: Die Österreicher haben einen Weg gefunden, Thomas Bernhard zu feiern: in dem sie ihn zum Kabarettisten erklären, weiß Michael Frank.
Die Welt
Hier wird ein Medienwissenschaftler zitiert, der an Guttenberg ein summa cum laude fürs Abschreiben gibt: Guttenberg schreibe „gut und geschickt“ ab, „besser täuschen kann man gar nicht“, sagt er.
„Auch so ein Schweinezyklus“: Immer billiger, immer bunter, immer bankrotter: Das Ende des traditionsreichen Verlags Hatje Cantz offenbart das ganze Elend des Kunstbuchmarktes, analysiert Peter Dittmar.
Financial Times Deutschland
„Google spielt die Verlage gegen Apple aus“: Google-Berater Eric Schmidt, der in Berlin weilt, habe verstanden, dass es für Verlage schwierig sei, im Internet Geld zu verdienen. Die tiefe Einsicht freut, damit zielt er aber auf Apple und kündigt ein neues Bezahlsystem an. google versuche jetzt allein für Web-Sites Bezahlmöglichkeiten zu schaffen. Damit stärkt Google gleichzeitig die Browser gegen Apps, von denen Google abhängig ist. Die Anwendung heißt „One Pass“, damit können Verlagshäuser einzelne Artikel, Abos oder andere Inhalte im Internet zum Kauf anbieten. In Deutschland beteiligen sich zunächst „Focus-Online“, „Stern.de“ und der Axel-Springer-Verlag an dem System.
New York Times
betreibt heute Ursachenforschung zur Fast-Borders-Pleite, so habe das Unternehmen über das Maß expandiert. „Das passierte nach dem Motto: Wenn wir einen neuen Laden aufmachen, dann kommt das Wachstum von allein“, wird ein Analyst zitiert, hier mehr.







