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Google will auf Bedenken europäischer Verleger eingehen / Börsenverein: Das reicht nicht

Google kommt Bewegung, wenn man einem Bericht der FAZ von gestern glauben kann. Im Streit über die Digitalisierung von 30 Millionen Büchern ist das Internetunternehmen Google zu Zugeständnissen an europäische Verlage und Autoren bereit, heißt es in einem Bericht.

Google wolle auf die Bedenken eingehen und Vertreter von europäischen Verlegern und Autoren an der Beaufsichtigung des Projekts Google Books beteiligen, sagte Unternehmenssprecher Bill Echikson am Montag anlässlich einer Expertenanhörung in Brüssel. Zudem stellte er genauere Prüfungen in Aussicht, um zu verhindern, dass Bücher fälschlicherweise als vergriffen eingestuft werden und damit digitalisiert werden dürften.

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels wies diese Vorschläge allerdings als nicht ausreichend zurück. „Googles Vorgehen schafft ein Copyright-System außerhalb des Gesetzes“, wird Jessica Sänger vom Börsenverein zitiert. Gemeinsam mit anderen Verbänden sprach er sich in der Anhörung vor der Europäischen Kommission gegen einen Vergleich aus, den Google in den Vereinigten Staaten mit amerikanischen Verlagen und Autoren geschlossen hat und der nun noch von einem New Yorker Gericht bestätigt werden muss.

Die im Rahmen einer Sammelklage erzielte Einigung verschaffe Google ein Quasi-Monopol auf dem Markt für digitalisierte Bücher, sagte Peter Brantley von der Open Book Alliance, die sowohl Journalisten und Autoren als auch die Internet-Konzerne Amazon, Microsoft und Yahoo vertritt.

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