Der Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis 2009 der Stiftung des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes (Stiftung ME Saar) und des Saarländischen Rundfunks geht an die Schweizerin Lis Künzli.
1958 in Luzern geboren, ist sie seit 1992 als freie Übersetzerin und Herausgeberin tätig. Sie lebt seit vielen Jahren in Berlin und Toulouse. Künzli hat vor allem zeitgenössische Belletristik ins Deutsche übertragen, mit gelegentlichen Abstechern in frühere Jahrhunderte und in geisteswissenschaftliche Bereiche. Sie hat Werke unter anderem von Marivaux, Emmanuel Carrère, Dominique Sigaud, Camille Laurens, Martin Page, Christian Oster, Calixthe Beyala, Luc Ferry, Pierre Bayard, Pascale Hugues und Atiq Rahimi übersetzt.
Die Jury des Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis 2009 bestand aus dem französischen Romanautor Roger Bichelberger, dem Bonner Verleger Stefan Weidle und SR-Literaturredakteur Ralph Schock. Die Preisverleihung findet am Montag, 7. September, 19.00 Uhr, im Konferenzgebäude des Saarländischen Rundfunks in Saarbrücken statt.
Die bisherigen Preisträger waren Tobias Scheffel (2005), Claude Riehl (2006), Andrea Spingler (2007) und Nicole Bary (2008).