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Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und endlich soll mit Kleists verlottertem Grab etwas geschehen

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

Weil die das Bundesverdienstkreuz kriegt, wollen andere Geehrte den Orden wieder zurückgeben – und der Streit schwelt seit Tagen: Arno Widmann über Felicia Langer, die Ralph Giordano die „schrillste Anti-Israel-Fanfane in Deutschland“ nennt.

Herfried Münkler erhält den Meyer-Struckmann-Preis.

Am Dienstag wurde in Köln die Suche nach Resten des Stadtarchivs eingestellt: FR-Autorin Petra Pluwatsch hat beim Sortieren geholfen und sich dabei natürlich fotografieren lassen.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Die Grabstätte von Heinrich von Kleist in Wannsee ist ziemlich heruntergekommen. Und klar: DAFÜR hat Berlin natürlich kein Geld. Jetzt will die Kleist-Gesellschaft einen Wettbewerb ausschreiben, und das Land Berlin guckt in die Lotto-Töpfe, ob da vielleicht ein paar Euro liegengeblieben sind.

Friedmar Apel über einen ganz besonderen Briefwechsel mit Kurt Hiller: Werner Riegel, Klaus Rainer Röhl und Peter Rühmkorf haben miteinander korrespondiert. Der Band Zwischen den Kriegen ist bei text+kritik im Boorberg Verlag erschienen.

Igor Schestkow habe mit Das Ende des Professors Tschesnokow (Verlag Pro Business) „bissige Blicke“ auf Russland geworfen, schreibt Reinhard Lauer.

Neue Sachbücher
„Der mit den Vögeln sprach“: Edward Lear The Parrots – Die Papageien – Les Perroquets (Taschen) – seine Piepmatz-Bilder sind jetzt aufwendig reproduziert worden. Aber eigentlich ist dieser Vogelillustrator völlig vergessen. Doch hat er 1846 sein Book of Nonsense gemacht, und seine deutschsprachigen Nachdichter heißen H.C. Artmann und Hans Magnus Enzensberger. Kann man jetzt also den ganzen Lear entdecken.

Die Welt

Wer kennt sie nicht, die falschen Freunde? Also nicht die im wirklichen Leben, sondern die, die einem das Sprachenlernen vermiesen: Heike Olschanskys kleines Lexikon der Volksetymologien (Reclam) schlägt Verständnisschneisen in den deutsch-englischen Sprachdschungel.

Gerd Lüdemann (sein Buch Die ersten drei Jahre Christentum erscheint in Bälde bei zu Klampen) darüber, wie der Evangelist Lukas die Geschichte Jesu dogmatisch entstellt. Mit seiner „Erfolgsgeschichte“ der Kirche hätt’ er wohl heute einen guten PR-Job gekriegt.

Süddeutsche Zeitung

Wer nach Rom reist, sollte Das Forum Romanum von Klaus Stefan Freyberger (Philipp von Zabern) in der Tasche haben, erklärt Johan Schloemann.

Jutta Person rezensiert Ljudmilla Ulitzkajas Roman Daniel Stein (Hanser).

Eine Sonderseite gibt es zu den Salzburger Festspielen.

Kinder- und Jugendliteratur
Helmut Hornung schreibt über H.A. Rey Der große Bär im Sternenmeer (Oetinger).

Zwei Sachbücher zum Jahrestag der Mondlandung: Jacqueline Milton Mond. Faszinierendes Wissen rund um den Erdtrabanten (Gerstenberg) und Alan Dyer Mission Mond (Oetinger).

Hubert Filser rezensiert Johnny WilkensWie man einem Außerirdischen begegnet, ein Floß baut und in der Wildnis überlebt (Beltz).

Von Watt KeysAlabama Moon gibt es eine autorisierte Lesefassung (gelesen von Jens Wawrczeck) bei Oetinger audio.

Neue Zürcher Zeitung

Den Blues bekommt Thomas Leuchtenmüller bei der Lektüre von William T. Vollmanns Hobo Blues. Ein amerikanisches Nachtbild bei Suhrkamp. Unbefriedigt habe er den Band am Ende zur Seite gelegt.

Göran Sonnevi gehe es immer ums Ganze, sagt Nico Leutge. In Das brennende Haus hat Hanser ausgewählte Gedichte aus den Jahren 1991 bis 2005 zusammengetragen.

Kritik in Kürze:

Christine Trüb: Ach der, Hohenems

William M. Johnston: Visionen der langen Dauer Österreichs. Wiener Vorlesungen, Picus

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