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Düsseldorf: Grauert Eröffnung jetzt endgültig am 19. Oktober 2009

„Mondän wie auf der Kö“ („dnv“) soll die neue Düsseldorfer Bahnhofsbuchhandlung Grauert werden – doch seit zwei Jahren hat sich der Umbau ständig verzögert. Jetzt steht aber fest: Im Oktober wird Götz Grauert endlich seinen Traumladen (siehe Computer-Simulation) eröffnen können.

Mit farblich akzentuierter Präsentation von Presse und Buch, einer Leseecke und einem Premium-Tabaksegment soll sich der neue Laden nicht nur von der „edelsten“ Seite zeigen, sondern sich auch zur Stadt hin öffnen. Grauert zum dnv: „Schick und schmuck mag es ein jeder gern, der Düsseldorf einen Besuch abstattet, um auf der Königsallee, dem Prachtboulevard der Stadt, zu flanieren. Warum also nicht Eleganz und Modebewusstsein auch jenseits der KÖ und der Fashion-Stores demonstrieren?“

Computer-Simulation:
Das Grundgesetz inspirierte zum Motto des Ladens

Bisher war das ein steiniger Weg, die Bahn hat es ihm sichtlich bei der Modernisierung des Bahnhofs nicht leicht gemacht. Die Bahn schießt zwar „einen hohen sechsstelligen Betrag zu“ (Grauert heute), aber nach den ursprünglichen Planungen hätte der Umzug aus den bisherigen Räumen zwischen den Gleisen 4 und 5 schon 2008 über die Bühne gehen sollen.

Wie schon von uns damals von uns gemeldet [mehr…], will Grauert auf den knapp 1000 Quadratmetern der derzeitigen Markthalle seinen neuen Laden mit neuem Boden, neuen Wänden, neuer Decke sowie Sitzgelegenheiten eröffnen, eine Investition von rund 1,5 Mio. Erro.

Dass die Markthalle jetzt am 16. Juli übergeben werden soll, der Baubeginn damit für den 20. Juli und die Inbetriebnahme für den 19. Oktober vorgesehen ist, hat er jedoch zunächst durch Zufall und Mundpropaganda erfahren, nicht auf offiziellem Wege: „Bis Januar ging ich von einem Baubeginn im Mai aus, dann hieß es Oktober, jetzt Juli.“

Das Konzept von Götz Grauert sieht vor, dass Ladenbau, Sortimentsgestaltung und Präsentation auf lokale Besonderheiten und Kundeninteressen ebenso abgestimmt werden wie auf die Trends im Printgeschäft. So will Grauert Presse- und Buchtiteln rund um das Thema Mode besondere Beachtung in der Präsentation widmen. Ebenso wird die räumliche Trennung zwischen nationalen und internationalen Pressetiteln weiter als bisher aufgelöst. „Das Interesse der deutschsprachigen Kundschaft an internationalen Zeitschriften ist groß. Indem wir enge Übergänge in der Regalpräsentation schaffen, erhöhen wir die Chance auf Impuls- und Koppelkäufe“, meint Grauert.

In der Gesamtpräsentation von Presse und Buch legt Grauert Wert auf Vollsichtpräsentation und farbliche Akzentuierung: Wichtige Special Interest-Titel, darunter zum Beispiel Spektrum der Wissenschaft, werden künftig in farblich hervorgehobenen Mittelraummöbeln präsentiert. Einen besonderen „Anstrich“ werden auch einzelne Bereiche im Buchsortiment bekommen, in erster Linie natürlich die Bestsellerwand.

Das Buchangebot (derzeit 10.000 Titel) soll dann breiter werden, vor allem im Sachbuchbereich, auch die Präsentation der Jugendbuchtitel soll ausgefeilter werden, nicht mehr in einem eigenständigen Sortimentsbereich geführt, sondern den entsprechenden Themenfeldern der Erwachsenenliteratur zugeordnet werden. Ansatzweise setzt Grauert bereits jetzt schon auf diese Strategie. „Wir reagieren damit auf den Trend zur All Age-Literatur und laufen nicht Gefahr, dass sich die jugendlichen Leser in die Kinderbuchabteilung abgeschoben fühlen“, erklärt Grauert. Auf positives Echo der Kundschaft im Teenie-Alter wird sicherlich auch das deutlich vergrößerte Manga-Sortiment stoßen, das Grauert angesichts seiner hohen Umsatzbedeutung „auf breiter Front“ präsentieren will.

Über den Verkauf von Presse und Buch hinaus werden ein Service-Point für Abonnenten der Rheinischen Post, ein Ticketverkauf sowie Lotto und Tabak das Angebot der Filiale abrunden. Und gespannt wird man sein, wie das Motto des Ladens, das sich oben an der Wand entlangzieht, bei den Kunden ankommt: Grauert will § fünf des Grundgesetztes adaptieren (s. Abb.): “ Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu
äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen
ungehindert zu unterrichten.“

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