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„Preis der Kritik“ 2008 geht an Prof. Dr. Wendelin Schmidt-Dengler

Der „Preis der Kritik“, den der Verlag Hoffmann und Campe zum siebten Mal verleiht, geht in diesem Jahr an Professor Dr. Wendelin Schmidt-Dengler.

Die Auszeichnung gilt Persönlichkeiten, die sich auf herausragende Weise literaturkritische und literaturvermittelnde Verdienste erworben haben. Der Preis ist mit 99 Flaschen Wein und der bei Hoffmann und Campe erschienenen Düsseldorfer Werkausgabe Heinrich Heines dotiert.

Die Verleihung des Preises erfolgt im Rahmen des Buchmesse-Empfangs des Verlags am Freitag, 17. Oktober 2008, in Frankfurt am Main.

Als Wissenschaftler und Universitätslehrer, als Kritiker, Herausgeber und als Leiter des Österreichisches Literaturarchivs hat sich Wendelin Schmidt-Dengler in den vergangenen Jahrzehnten gleichermaßen um die Erschließung, Bewahrung und Vermittlung der zeitgenössischen Literatur verdient gemacht.

Sein fundamentales, in die Tiefe der Jahre reichendes Literaturverständnis ermöglichte es ihm, mehrere Generationen von Gegenwartsschriftstellern – von Heimito von Doderer und Fritz von Herzmanovsky-Orlando über Ernst Jandl und Thomas Bernhard bis zu Peter Handke und Elfriede Jelinek – zugleich in all ihrer Neuheit und in ihrer Traditionsgebundenheit begreifbar zu machen.

„Unermüdlich darin, auch die randständige Literatur selbstbewusst in die Mitte der Gesellschaft zu tragen, ist er mit der Zeit zu einer unverzichtbaren Figur des öffentlichen Lebens in Österreich geworden“, begründet Günter Berg, Programmgeschäftsführer von Hoffmann und Campe die Entscheidung des Verlags. „Heute steht sein Name für eine Kultur der aufgeklärten Lektüre, gründlich, kritisch und meinungsstark.“

Wendelin Schmidt-Dengler, 1942 in Zagreb geboren, studierte Klassische Philologie und Germanistik an der Universität Wien. 1965 promovierte er mit der Dissertation Stilistische Studien zu den ‚Confessiones‘ des Aurelius Augustinus, 1974 folgte seine Habilitation Genius. Zur Wirkungsgeschichte antiker Mythologeme in der Goethezeit. 1980 wurde er Professor am Institut für Germanistik der Universität Wien, 1996 übernahm er die Leitung des Österreichischen Literaturarchivs an der Österreichischen Nationalbibliothek.

Die Preisträger der vergangenen Jahre waren Martin Walser, Heinrich Detering, Joachim Kaiser, Jan Philipp Reemtsma, Michael Naumann und Klaus Reichert.

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