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Die Fnac kommt – und das BZ hilft / Angst vor Präzedenzfall

Die Fnac (manch einer in Deutschland wird sich noch an die Filiale in Berlin erinnern und vielleicht auch an ausgebuchte Beträge) wird, das ist jetzt bekannt geworden, im kommenden Frühjahr mit einem 3.500 qm Medienhaus in die deutschsprachige Schweiz nach Basel gehen. Weitere Häuser sollen dann folgen – in St. Gallen, Bern, Luzern und in Zürich.

Die Buchabteilung soll rund achthundert Quadratmeter umfassen. Das ungewöhnliche an der Meldung: Das BZ, immerhin eine Genossenschaft in Besitz der Schweizer Buchhändler, verhandelt im Auftrag der Fnac mit den Verlagen die Konditionen.

Erste Kritiker warnen: „Es ist ein dünnes Eis, auf das sich das Buchzentrum damit begibt“. Der Hintergrund ist aber klar: Um die Umsätze in der Schweiz zu behalten und nicht an deutsche Auslieferungen oder Barsortimente zu verlieren, verlangt die Genossenschaft im Auftrag des neuen Kunden „mindestens 45% Rabatt“.

Immerhin, es scheint dem BZ selbst nicht ganz wohl bei der Sache zu sein, auch noch die Eröffnungskosten durch die Verlage abgelten lassen zu wollen.

Noch sieht es aber nicht so aus, als wären die Verlage bereit, das mitzumachen. Ein Kenner der Szene: „Denn sie müssten nicht nur die Rabatterhöhung finanzieren. Und man darf davon ausgehen, das ein Präzedenzfall hier die anderen Großen auf Ideen bringt.“

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