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BAG erhöht die Konditionen

Die Umsatzprovision, die die abrechnenden Verlage pro Euro Rechnungsumsatz an die BAG bezahlen, wird mit Wirkung vom 17. Juli 2007 (Abrechnung 14) von 0,3 Prozent auf 0,34 Prozent angehoben, das teilt die Geschäftsführung der Buchhändlerischen Abrechnungsgessellschaft (BAG) heute in einer Pressemeldung mit.

„Auch an der BAG sind die Kostensteigerungen der letzten zwölf Jahre nicht spurlos vorüber-gegangen“, begründet Geschäftsführer Dr. Martin Schürmann diesen Schritt, „durch Einsparmaßnahmen, nicht zuletzt auch durch Personalabbau, konnte das Budget bisher immer wieder ausgeglichen werden. Jetzt aber war eine Erhöhung unumgänglich, um das gesunde Kerngeschäft der BAG zukunftssicher zu machen und angemessen auf die Veränderungen der Branche zu reagieren“.

Der Provisionssatz war seit dem Jahre 1995 nicht verändert worden, so die BAG.

Da auf immer weniger Rechnungen, immer höhere Beträge fakturiert werden, nehme die BAG auch eine Anpassung der sogenannten Deckelung von bisher € 2.000 auf nunmehr € 3.000 vor. Die Postengebühr für die Abrechnung über maschinenlesbare Datenträger bleibe weiterhin unverändert (seit 1994) bei € 0,05 pro Posten. Bei nicht maschinenlesbaren Datenträgern wrede die Postengebühr jedoch von € 0,08 auf € 0,15 erhöht, um einen Anreiz zum „Aufbruch ins elektronische Zeitalter“ zu geben.

Die Erhöhung belasten die einzelnen Verlage, wie die BAG errechnet hat, relativ gering, sichert aber in ihrer Breite ein Aufkommen bei der BAG, mit dem sie ihren Dienstleistungsauftrag für die nächsten Jahre uneingeschränkt erfüllen kann, hofft die BAG in ihrem Schreiben.

Ist der Grund die Zanolli-Insolvenz und MVB-Übernahme oder Konzentrationsprozess in der Branche? Die Erhöhungen seien bereits zu Beginn des Jahres entschieden worden, so Pressesprecher Dr. Michael Moerchel gegenüber buchmarkt.de. Rückfragen bei Branchenteilnehmern hätten gezeigt, dass es Verständnis für diesen Schritt gäbe.

Geschäftsführer Schürmann legt Wert auf die Feststellung, dass diese Konditionsanpassungen schon länger geplant, im Aufsichtsrat diskutiert und jüngst ausdrücklich befürwortet worden sind. Es bestehe kein Zusammenhang mit der anstehenden Mehrheitsübernahme an der BAG durch die MVB des Börsenvereins.

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