Im Alter von 77 Jahren ist am 21. Juni der Schriftsteller Hans Boesch gestorben. Boesch wurde 1926 in Frumsen-Sennwald geboren. Er studierte Tiefbautechnik und arbeitete am Institut für Orts-, Regional- und Landesplanung der ETH Zürich auf dem Gebiet der Verkehrsplanung. Mit zwanzig Jahren begann Hans Boesch Gedichte zu schreiben, drei Jahre später erschien sein erstes Buch.
In der Folge veröffentlichte er Romane, Satiren und Essays. Zu seinen bekanntesten Romanen zählen Das Gerüst, Die Fliegenfalle, Der Kiosk und vor allem die Trilogie Der Sog, Der Bann und Der Kreis – ein Werk, das der Besichtigung des zwanzigsten Jahrhunderts in der Lebensgeschichte seiner Romanfiguren gilt. Hans Boesch wurde früh mit Literaturpreisen ausgezeichnet und von der Kritik hochgeschätzt. 1996 erhielt er für sein literarisches Gesamtwerk den erstmals verliehenen, hoch dotierten Jaeckle-Treadwell-Preis, mit dem Autoren ausgezeichnet werden, die neben einer beanspruchenden Berufstätigkeit ein bedeutendes literarisches Werk geschaffen haben. Hans Boesch lebte teils in der Nähe von Zürich, teils in den Bündner Bergen.
Seine Bücher sind im Verlag Nagel & Kimche erschienen.







