Nicht nur äußerliche Veränderungen durch die neue Auszeichnung bringt die Umstellung auf den Euro mit sich, vor allem die Schulbuchverlage müssen auch ihre Inhalte den neuen Gegebenheiten anpassen. Aus den Titeln für die wichtigsten „währungsrelevanten“ Fächer – Rechnen in der Grundschule oder Mathematik in der Sekundarstufe – habe sich die D-Mark fast vollständig verabschiedet, teilt der VdS Bildungsmedien mit, der die Schulbuch- und Bildungsverlage vertritt. Neuerscheinungen für alle Fächer erscheinen nur noch mit dem Euro-Zeichen. Die Neubearbeitung, die für die Verlage erhebliche Kosten mit sich bringt, garantiert aber nicht, dass die zeitgemäßen Inhalte auch bei der Zielgruppe ankommen: Denn die knappen öffentlichen Etats für die Lernmittelfreiheit wurden auch angesichts der Euro-Umstellung nicht erhöht. So werden durch die schlecht finanzierte Schulbuchausleihe in etlichen Bundesländern noch viele „D-Mark-Bücher“ in Umlauf bleiben, beklagt der VdS Bildungsmedien. Im Jahr 2000 wurden von allen Bundesländern 520 Mio. DM für die Lernmittelerneuerung ausgegeben, 1991 waren es noch 780 Mio.
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